Sankt-Ansgar-Schule
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Aktuell

„Die Affen rasen“

Unsere „Neuen“ – das sind die neuen 5. Klassen – haben drei schöne Tage in dem Jugendheim am Brunsberg bei Sprötze verbracht, um sich näher kennen zu lernen. Herausgekommen ist dabei zum Beispiel folgender Song auf die Melodie „Die Affen rasen“, getextet von der Gruppe „Five Friends“ aus der Klasse 5c, wobei der Refrain sofort von allen mitgesungen wurde:

Die Kinder rasen durch den Wald, der eine macht den andern kalt,
die ganze Lehrerbande brüllt:
Wo sind die Ki–nder, wo sind die Ki-nder, wo sind die Kinder hingerannt? ...

Frau Willscher fragt sich jederzeit, wo denn die Kinder nur so bleim,
die ganze Lehrerbande brüllt: …

Herr Lüders reist jetzt um den Wald, der Schweiß läuft ihm jetzt bis zum Hals,
die ganze Lehrerbande brüllt: …

Im Wald bei Sprötze gibt’s nen Guss, die Kinder rasen voll Genuss,
die ganze Lehrerbande brüllt: …

Text: Die „Five Friends“, Klasse 5c
 

Wattwurm auf die Hand

Die Klassen 6B und 6D grüßen aus dem Norden der Republik, wo wir in der vergangenen Woche viel Regen und immer wieder Sonne, stürmischen Wind und schnell auflaufendes Wasser, Baden im zum Teil blühenden See und im ziemlich kalten Meer, Essen vom reichhaltigen Büffet und vom Grill der fantastischen Jugendherberge, meistens Spaß und auch mal ein paar Tränen, Fußball im Wettkampf und in der Freizeit und vieles mehr/Meer erlebt haben. Unsere Klassenreise hat uns nach Niebüll, ins Watt und auf die Insel Föhr geführt.
Auch wenn die Wattwanderung nicht wie geplant zur Hallig Oland gehen konnte, weil der Sturm den Wasserstand auf 1,50 m über NN hochpeitschte, haben wir uns doch die eine Muschel oder andere Schnecke als Mitbringsel aus dem Meer ergattert. Wer wollte, konnte auch einen Wattwurm auf die Hand nehmen. Manches davon hat vielleicht die Eltern erschüttert wegen des Gestanks nach Verwesung im Koffer - oder waren das die durchgeschwitzten Socken? ;-)
Auch wenn wir nicht wie geplant Bernstein schleifen konnten, weil der Veranstalter sich ob unseres großen Interesses überfordert fühlte, haben wir doch auf der Rallye durch das Naturkundemuseum so Spannendes wie kämpfende Krebse im Aquarium, im UV-Licht leuchtende Mineralien und Bienen bei der Arbeit mit ihrer Königin im Bienenstock beobachten können. Und die gemeinsame Party beider Klassen am letzten Abend wurde von einem gigantischen Sonnenuntergang über dem Fußballplatz gekrönt, sodass die weniger tanzwütigen Jungen bis zuletzt ihrem Hobby frönen konnten. So sind wir heil und mit vielen neuen Eindrücken von unseren Eltern wieder in Empfang genommen worden.

Ha, 27.8.2010
 

Herzlich willkommen in der Familie und alles Gute

Unsere neuen Fünftklässler haben die ersten drei Gymnasialtage erlebt
Wenn kleine Mäusetrupps mit neugierigen Augen durch die Schulgebäude huschen und auf der Schulrallye nach Bibliothek, Sekretärinnen, Hausmeister und anderen wichtigen Anlaufstellen fahnden, liegt die feierliche Begrüßung der „Neuen“ mit Messe und Musik, noch mit den schützenden Eltern im Hintergrund, schon einen Tag zurück. Dem Klassenlehrertag folgte heute der erste „echte“ Schultag mit unglaublich vielen, verschiedenen Lehrern (fast für jedes Fach ein anderer…). Nicht wenige der Neuen gehörten dank älterer Geschwister an Sankt Ansgar schon länger zur Familie, nun gehören auch die „ganz Neuen“ endlich dazu und alle werden von ihren fürsorglichen Paten aus den achten Klassen unter die Fittiche genommen. Wir wünschen ihnen einen guten Anfang, gute Freunde sowie genügend geistige Abenteuer und wir danken ihnen für ihre ansteckende Offenheit, Spontaneität und Neugier.

ag | kk 24.8.10
 

Israel in Lüneburg

Am Montag, den 23.08.10, sind die israelischen Austauschschüler des 1. und 3. Semesters zu einer Erkundung Lüneburgs aufgebrochen. Sie wurden von Frau Hüßner und Frau Verbeet, welche den Austausch leiten, und fünf Schülern der Sankt-Ansgar-Schule begleitet.
Nachdem sich das Wetter zur Freude der Reisenden gebessert hatte, konnte die Rallye dann auch beginnen. Beim Erledigen der Aufgaben gab es sowohl für die israelischen, als auch für die heimischen Schüler viel zu sehen und zu erfahren. Neben dem historischen Rathaus waren auch die Kirche und der alte Hafen für alle sehr interessant.

T. Tilly
 

Ein Herz aus Fleisch und die richtigen Laktatwerte

Zwei Messen eröffnen unser Schuljahr 2010/11
St. Sophien/St. Ansgar, 19.08.10; tatsächlich ist es etwas Besonderes, das Schuljahr mit einer Messe beginnen zu können, wie Pater Adler während der Unter- und Mittelstufenmesse in St. Sophien bemerkte – man kann sich, z. B. in Analogie zur Fußballsaison Ziele setzen („Meisterschale oder Klassenerhalt“) oder die eigene conditio humana bedenken und über die Entwicklung zur ganzheitlichen Person nachdenken wie in der Oberstufenmesse. Nachdem selbst die Welt des Sports seit einiger Zeit die „mentale Dimension“ entdeckt hat, sollten Schulen, immerhin Institutionen für geistige Bildung, Zeiten bereitstellen, in denen sich die Hauptbeteiligten „einstellen“ können auf den nächsten Spielzyklus. Seit Jahren leisten wir uns diesen Luxus, dessen Nutzen kaum evaluierbar erscheint, der aber regelmäßig zur heiteren Stimmung am ersten Schultag beiträgt und neugierig auf das Kommende macht.

ag | kk 19.8.10
 

Schulplaner 2010/2011







Der neue SAS-Schulplaner ist da und kann zunächst ausschließlich bei den Klassenlehrern oder bei der Öffentlichkeitsarbeit (Kamphues) für 5,- Euro erworben werden.
 
Am Donnerstag, den 19.8.2010 beginnt für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 12 das neue Schuljahr mit den Eröffnungsgottesdiensten.

Die Klassen 6 bis 9 feiern ihren Gottesdienst in St. Sophien, Barmbek
Treffen vor der Kirche 8.45 Uhr

Die Klassen 10 bis 12 feiern im Kleinen Michel (Hamburg Neustadt)
Treffen vor der Kirche: 8.45 Uhr

Anschließend ist bis 12.30 Uhr Klassenlehrerunterricht. Danach unterrichtsfrei.

Am Freitag findet der Unterricht nach Plan (neue Unterrichtszeiten! - Informationen hier) statt.




Im Unterschied zum Rest der Schule fängt für die neuen 5. Klassen das neue Schuljahr erst am Montag, den 23. August an.
Wir beginnen um 8.30 Uhr mit einem Gottesdienst in Herz Jesu Hamm

wir wünschen einen guten Start ins neue Schuljahr

 

Kollegiumsausflug ins Witthüs

Am Dienstag, dem vorletzten Schultag, ist es soweit: Der Kollegiumsausflug 2010 lacht uns entgegen. Nach dem Unterricht gibt es in unserem Lehrerzimmer ein sehr leckeres Büffet sowie prickelnde und nicht-prickelnde Getränke… Wir haben uns zumindest bemüht, ein besonders vielfältiges Essen zusammenzustellen, auf die Wünsche und Vorlieben unseres Kollegiums einzugehen nach der Devise: Zum Preise von Mac Donald´s speisen wie beim „Four Seasons“. Gegen 13.30 Uhr fahren wir – umweltbewusst und ohne CO2-Ausstoß – mit der S1 bis Klein-Flottbek, gehen durch den sommerlich blühenden Jenisch-Park, vorbei an dem wunderbar restaurierten Jenisch-Haus, erbaut nach den Entwürfen des legendären und genialen Architekten Schinkel, bis zur Elbpromenade. Bei angenehmen 20 Grad werden wir am kleinen Teufelsbrücker Segelhafen vorbei in Richtung Blankenese spazieren, vorbei an diversen schönen Auzsflugslokalen. Auf der anderen Elbseite liegt das ehemalige Gelände der Deutschen Werft, wo einst die größten Schiffe der Welt gebaut wurden mit so klangvollen Namen wie Tina Onassis oder Ibn Saud Al Awal (der Name ist bestimmt nicht richtig geschrieben, aber als das Schiff vom Stapel lief, konnte ich noch nicht lesen und schreiben..). Das Airbus-Gelände mit seiner modernen Industriesilhouette taucht auf. Dann steht uns eine kleine Kletterpartie hinauf zum Hirschpark bevor, wo uns ab 15.30 Uhr eine schön gedeckte Kaffeetafel im Witthüs erwartet: hausgebackener Kuchen in einer sehr leckeren Auswahl, nach Wunsch Kaffee, Cappuccino und Tee – und je nach Wetterlage drinnen oder draußen serviert. Das Witthüs – hier wohnte vor seiner Emigration und dann wieder nach dem Krieg bis zu seinem Tode Hans Henny Jahnn, Schriftsteller, Orgelbauer, Baumeister und Biologe – ist eine Hamburgensie vom Feinsten, ein Kleinod, ein Ort der Kultur und des Kulinarischen.
Während es das Witthüs in Kampen auf Sylt seit einiger Zeit nicht mehr gibt, treffen sich hier Künstler, Hamburger und Touristen zum Kaffee, zum Brunch oder zum leckeren kleinen Menü am Abend.
Gegenüber die renommierte Lola-Rogge-Tanzschule in ihrem wunderbaren Hansen-Bau. Ein herrlicher alter Baumbestand rundet das Bild hier oben auf dem Geesthang der Elbe ab. Wirklich etwas ganz Besonderes.
Gegen 18 Uhr fahren wir mit der S1 oder der S 11 nach Hause, denn: das Halbfinale wartet am Abend im Fernsehen… Schön, dass fast alle Kolleginnen und Kollegen dabei sein werden. Ein Dank an unseren Arbeitgeber, der diesen Betriebsausflug unterstützt, sowie an Frau Dr. Meyer zu Natrup und Herrn Krumrey, es hat Spaß gemacht, mit euch im Team den Ausflug vorzubereiten.
Helge F. Sturm | kk

P.S. Und morgen ist der letzte Schultag…………………….
 

Berufsorientierungsmarathon

oder
Der Prophet gilt nichts im eigenen Land
oder
„Nun latsch´ ich zu acht Veranstaltungen und weiß immer noch nicht, was ich werden will!“

„Berufsorientierungsmarathon“: Wenn es auch in diesem Jahr kein Vollmarathon war wie 2009, dem Doppeljahrgang, so kam es einem Halbmarathon doch nahe. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten von Montag, dem 28.06., bis Freitag, dem 2.07.2010 insgesamt in über dreißig Veranstaltungen – Workshops, Referaten und Diskussionen – mit über 800 einzelnen Angebotsplätzen an ihrer Berufs- und Lebensplanung basteln, sich informieren, fortbilden, Nägel für ihre Zukunft einschlagen. – Noch ein Jahr – und der Ernstfall nach zwölf oder 13 Jahren Schule beginnt: Duale Ausbildung, Studium oder Duales Studium, Au pair, Soziales Jahr, Bund o.Ä. – Vorstellungen sehr verschiedener Berufsfelder und Studiengänge, auch einige Besuche in Hochschulen und Fachhochschulen sollen unsere Schülerinnen und Schülern darin unterstützen, den für sie passenden Beruf zu finden. Ein besonders herzliches Dankeschön an die über vierzig Referentinnen und Referenten, die ich für diese Berufsorientierungstage gewinnen konnte, die in gründlicher Vorbereitung und ohne jedes Honorar mit ihrer Man-Power in diese Berufsorientierungswoche investierten. Viele Vorbereitungsstunden für Vorträge, power-point- Präsentationen und Workshops trugen zu einem guten Gelingen bei, viele Mails gingen hin und her, das Telefonohr war geschwollen. Naturwissenschaften waren bei den Schülerinnen und Schülern unseres ersten Profiljahrgangs deutlich stärker gefragt als in den vergangenen Jahren, und ich musste kurzfristig einige zusätzliche Veranstaltungen organisieren. Daneben fanden Berufe rund um alles Kreative, Jura, Berufe rund um „Hamburg-Airport“, Medizin und IWMM besondere Nachfrage. Was ist IWMM? Irgend(et)was mit Medien. Na klar.

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Ich bin auch in diesem Jahr wieder überrascht, wie unterschiedlich junge Menschen diese Berufsorientierungswoche wahrnehmen; viele sehen sie als Chance, sind neugierig, lassen sich inspirieren und motivieren. Viele sind einzelnen Veranstaltungen, die etwas länger dauern könnten, sehr kritisch gegenüber, wünschen sich mehr Freizeit in dieser Woche, mehr Zeit für ihren Job, sehen Einblicke in ganz andere Welten und anders geartete soziale Zusammenhänge als vergeudete Zeit an; einige sind gar nicht neugierig, wenn es nicht um ihre primären Interessen geht. Möchten auch kein Portfolio anfertigen, sehen ein Zertifikat der Schule in diesem Bereich als überflüssig. „Bringt ja keine Punkte fürs Abi.“ An dieser Stelle möchte ich die Schülerinnen und Schüler, die im August mit ihrem ersten Semester an der SAS beginnen, bitten, sich bei mir zu melden, um bei der Vorbereitung der Berufsorientierungswoche 2011 mitzuwirken. Damit kann man vielleicht einigem Schülerfrust vorbauen, und ich kann mir auch so manchen Frust ersparen, denn: Manchmal gilt der Prophet nichts im eigenen Land bzw. in der „eigenen“ Schule. Gefreut habe ich mich über viele interessante Feed-back–Gespräche mit einzelnen Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen und unseren Gästen.

„Nun bin ich zu acht Veranstaltungen gelatscht und weiß immer noch nicht, was ich werden soll!“ Man kann davon ausgehen, dass ein gut ausgebildeter Schüler mit einigermaßen gutem Notendurchschnitt in einem Hochleistungsstandort wie Deutschland mindestens dreißig (!!!) Berufsausbildungen und/oder Studiengänge angehen kann, für die er sehr gut geeignet sein dürfte… Da erübrigt sich ein Kommentar zum Einleitungszitat. Man kann unendlich viele Angebote machen: Orientieren und entscheiden muss sich jede/r Einzelne selber.

Ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken für all die Unterstützung, die ich im vergangenen halben Jahr während der Vorbereitung dieser Berufsorientierungswoche bekommen habe: bei zahlreichen Freunden, Bekannten, Vertretern der Hamburger Wirtschaft und Hochschulen und last but not least bei einigen Kolleginnen und Kollegen sowie bei Regina Lemkau und Gabriele Faltermeier aus unserem Schulbüro, auf deren kompetente und freundliche Art ich von den Gästen unserer Schule immer wieder angesprochen werde. Und dem Mann, der beim entfernten Auftauchen von Problemen und Schwierigkeiten immer sagt: „Herr Sturm, es geht alles. Kein Problem!“ Das ist – natürlich – Herr Brühl.
Helge F. Sturm | SASfilmAG
 

Projektwoche 2010 - Trailer

 

It never rains in California

Eine kleine, aber feine Delegation amerikanischer Austauschschüler hat ihn mitgebracht, den Sonnenschein aus Kalifornien! Wäret ihr nur schon früher gekommen!!! Wir heißen euch herzlich willkommen im endlich etwas wärmeren Hamburg, liebe GAPPies! GAPP steht für German American Partnership Program, seit 20 Jahren und damit den zehnten, alle zwei Jahre stattfindenden Austausch mit der Loyola High School in Los Angeles. Unser geschätzter Kollege Dave McClave, seit vielen Jahren versierter Organisator auf amerikanischer Seite, hat es geschafft, auch aus dem letzten Jahrgang, der an der LHS Deutsch lernt, die fünf plietschesten jungen Männer mitzubringen, die für drei Wochen unseren Schulalltag und das Leben ihrer Gastfamilien bereichern werden. Wir freuen uns auf das Miteinander mit euch! Viel Spaß in unserer Stadt und weiterhin viel Sonnenschein, draußen im Stadtpark und drinnen im Herzen!

Ha, 25. Juni 2010
 

„Auf in die Fluten des Lebens“ – Abiturienten-Tsunami in Dom und Audimax

Feierliche Abiturverleihung für den Doppeljahrgang 2010 Wasser ist ein paradoxes Element – wenn alle anderen sich zusammenziehen, dehnt es sich aus, trägt, füllt, sprengt Räume. In vielfacher Hinsicht passte das Motto des Verabschiedungsgottesdienstes zur diesjährigen Abiturverleihung: „Auf in die Fluten des Lebens“. Einzig der Mariendom konnte die 179-köpfige Abiturientia 2010 samt Anhang und Lehrerschaft fassen. Die Feier war von zwei Abiturienten, Philipp E. und Dag H., vorbereitet worden –ein schöner Ausweis von Reife. In der Predigt deutete Diözesanjugendseelsorger Georg Bergner Wittgensteins Wasser-Parabel vom Leben als Bewegung über einer unermesslichen Tiefe theologisch: Wir leben unser Leben getragen von Gott. Zwar beginnt dieses Leben nicht erst nach der Schulzeit, doch dann verlässt es endgültig die schützenden, küstennahen Gewässer.
Schon der Schritt zum zweiten Teil der Feier verlangte die Querung eines sehr hamburgischen Gewässers, der Außenalster. Die Verleihung der Abiturzeugnisse fand nämlich im Audimax der Universität Hamburg statt, die unser Abiturienten-Tsunami bis zur Empore füllte. Souverän und freundlich geleiteten uns zwei weitere Abiturienten, Natalie W. und Mathias P., als Moderatoren durch einen heiter-nachdenklichen Auftakt mit Schulleiter-, Lehrer- und Schülerrede. Herr Stolze erinnerte daran, dass „Geld allein zwar nicht unglücklich macht“, aber einem Ansgarschüler als einziges Kriterium der Berufswahl nicht genügen dürfe. Herr Sturm – nomen est omen – fügte der Seefahrt-Allegorie weiteren Antrieb hinzu und verwies auf den Scorpions-Song „Winds of Change“, Charlotte P. und Philipp H. feierten das Erreichen des „höchsten Abschlusses allgemeinbildender Schulen in der Bundesrepublik“ als kleine Heldentat. Die Teilhabe der Eltern, Lehrer und der anderen Mitarbeiter der Schule wurde ebenfalls gewürdigt und ein besonderer Dank ging an die „Oberstufenmutter“ Frau Hüßner. Vor dem Höhepunkt der gut organisierten Mammutveranstaltung, der Verleihung der Abiturzeugnisse, wurden Auszeichnungen verliehen: für Mitglieder des Physik-Leistungskurses von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Preise für Mitglieder der SAS-Band und Bigband, des Orchesters und des Chores. Schließlich erhielten diesmal drei Abiturienten den Pater-Heinrich-Köster-Preis für besonderes soziales Engagement. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Bigband.
Die eigentliche Überreichung der Zeugnisse mit Gratulation durch Oberstufenkoordinatorin, Schulleiter und Tutoren zeigte noch einmal, wie viele Schülerinnen und Schüler, die unser Gymnasium über die Jahre mit geprägt haben, wir auf einmal verlieren – bleibt nur zu hoffen, dass sie auch im Altschülerclub vor Anker gehen.

ag | kk
 

Musikcocktail Teil 2

...
 

Vorsicht Baustelle

Aktuelle und ausführliche Informationen zur Anbau-Baustelle an der Sankt-Ansgar-Schule erhalten wir hier vom stellvertretenden Schulleiter Herrn Rothehüser in einem Interview, das die SASfilmAG mit ihm geführt hat.
 

Muss denn gestorben werden?

Dem DSP-Kurs Brauer gelingt eine beeindruckende Aufführung von Sergi Belbels ‚Morir. Ein Augenblick vor dem Sterben‘
SAS, Pausenhalle, 4.6.2010.
Die Kraft der Fantasie vermag fast alles. So antiquiert-romantisch klingt diese Idee in unserer scheinrationalen, kalt-vernutzten Welt nicht mehr, seit finanzwirtschaftliche Fantasieprodukte zu pekuniären Atombomben mutierten. Belbels Tragikomödie ‚Ein Augenblick vor dem Sterben‘ reißt keinen ökonomisch-politischen Horizont auf, wohl aber einen gesellschaftskritischen.
Der 1963 nahe Barcelona geborene, auf Katalonisch schreibende Autor schildert in sechs in eine Rahmenhandlung gebetteten Szenen, wie der Mangel an Gutem zum vorzeitigen Sterben führt: Ein Drehbuchautor kann seine Schreibblockade nur mit einer Handlungsidee überwinden, die seine fiktiven Figuren zu toten Marionetten degradiert; eine um den Ruf der Familie besorgte Schwester kann ihren drogensüchtigen Bruder nicht retten, weil sie glaubt, die Allmacht des Geldes könne menschliche Fürsorge ersetzen; eine gefühlskalte Mutter hält die Vermittlung von Benimm-Regeln schon für Erziehung und sieht dem Sterben ihrer an einem Stück Hühnerfleisch erstickenden Tochter tatenlos zu; ein einsamer Krankenhauspatient erleidet eine Lungenembolie und erreicht den rettenden Alarmknopf nicht mehr; eine alternde Alkoholikerin telefoniert vergeblich nach Hilfe und tötet sich mit einer Überdosis Tabletten; eine pflichtvergessene (bei Belbel eher eine pflichtversessene) Polizeistreife überfährt einen Motorradfahrer und ein Auftragskiller lässt sich vom um Gnade bettelnden Opfer nicht erweichen. Der Zuschauer sieht hilflos einem Kaleidoskop nihilistisch anmutender Alltagszenen zu. Dann aber greift die Fantasie ein.
Das Mordopfer ruft wiederum zu Gott, findet aber nun die richtigen Worte. Die Szenen spielen sich erneut ab, in umgekehrter Reihenfolge, mit anderem Ausgang, die nihilistischen Eisberge verbinden sich zu einem tragfähigen Kontinent, in einer „Rettungskette“ werden die Geretteten zu Rettern der anderen bis hin zum Rahmen: Die Frau des Drehbuchautors fordert von diesem ein Stück, das sich den wahren, leidenden Menschen zuwendet. Die Botschaft erscheint simpel, doch der Schlussakkord klingt in Moll.
Nicht nur das Thema und die über dreistündige Aufführung, auch die äußeren Bedingungen verlangten den Zuschauern einiges ab. Die wegen der Baumaßnahmen verkleinerte Pausenhalle war dicht mit erhitzten Besuchern besetzt und der lang herbeigesehnte Hamburger Frühsommer half wie das Stück zur Erkenntnis, dass die Hölle nicht kalt sein kann. Zum Glück war dies Thomas Brauers zwanzigstes Theaterprojekt und mit der Souveränität langjähriger Erfahrung machte seine Inszenierung aus der Not eine Tugend. Die quadratische Bühne rückte in die Mitte des Publikums, so wie im Stück der Tod inmitten des Lebens steht. Dies zwang zur Einfachheit, zur Minimierung der Kulisse, die zur Aussage führte, statt abzulenken. So zeigten die vielen Telefone der Alkoholikerin, wie wenig technische Kommunikation nützt, wenn die anderen nur scheinbar überall erreichbar sind. Auch die Interpretation der Rollen trug den Umständen Rechnung: Die Akteure redeten, den Kreis ihres inneren Käfigs ausschreitend, eher die Zuschauer als ihre missachteten Mitmenschen an. Während der umwerfend komischen Polizeistreifen-Szene wendeten sich die auf Drehstühlen sitzenden Beamten nach jeder Kurve einem anderen Publikumsblock zu. Alle Darsteller spielten auf hohem Niveau, so dass es schwerfällt, einzelne Leistungen herauszuheben. Dennoch dürfen die zutiefst anrührende Intensität, mit der Franziska Eberenz das schizophrene Leiden einer vereinsamten, alkoholabhängigen Frau verkörperte, die entwaffnende Frechheit, mit der Olivia Spyth das Ringen einer pubertierenden Tochter um die Liebe ihrer Mutter darstellte, und die Souveränität, mit der Friederike Wrobel den Umschlag der autistischen Gefühlskälte des Auftragskillers in einen aggressionshemmenden Aufbruch von Mitgefühl meisterte, nicht unerwähnt bleiben.
Wer das Stück erlebte, weiß, warum das darstellende Spiel integraler Bestandteil schulischer Bildung ist. Den teilnehmenden Schülern ist die Chance geboten, die Macht der Fantasie am eigenen Leib zu erfahren, eine Welt herbeizuspielen, in der sich – nach dem Glauben der Romantiker – die Wege kreuzen: von diesem Leben in jenes, aus der Nacht ins Licht. In diesem Halbdunkel wird Schule zum romantischen Ort.

ag
 

Debatte im Körber Forum um den Afghanistan-Einsatz

Der Leistungskurs GMK mit Dr. Meyer zu Natrup debattiert im 4. Semester, ob " Deutschlands Sicherheit am Hindukush verteidigt wird" (zitiert nach P.Struck). Mit Dr. Peter Struck (ehemal. Bundesverteidigungsminister) und Dr. Roger Willemsen (Publizist) debattiert Hans-Werner Kilz in Kooeration mit der Süddeutschen Zeitung. Unsere Abiturienten durften während und nach der Diskussion um deutsche Sicherheitsinteressen für Strucks oder Willemsens Position abstimmen. Am Ende votierte eine deutliche Mehrheit, ähnlich wie im Leistungskurs, für einen deutschen Truppenabzug. Der ehemalige Verteidigungsminister Struck ging auf Fragen z.b. unseres Abiturienten Richard Weber ein. Die Tatsache, daß wir in der ersten und zweiten Reihe sitzen durften, machte das Duell für uns noch lebhafter. Unsere Abendrunde genoß zum Schluß noch ein Glas im Stehen, wobei die Grundpositionen über unsere Afghanistan-Politik erneut in 2 Lager aufbrachen, fast in der Heftigkeit, in der Struck und Willemsen miteinander um die besseren Argumente rangen. Demokratische Diskussionen führen selten zur Einmütigkeit.........aber mit uns doch zur entspannten Streitkultur.

I.d.S.v. Dr. Meyer zu Natrup | Fotos von Jann Wilken/Körber Stiftung

 

Musikcocktail - Teil 1

Erste audiovisuelle Eindrücke des ersten Teils unseres Musikcocktails in der Laiszhalle (Kleiner Saal) am vergangenen Freitag....
 

Blick zurück – Blick nach vorne

Workshop an der SAS „Blick zurück – Blick nach vorne“ Zum fünften Mal fand am 26. Mai unser Workshop zur Verbesserung des Arbeitsklimas, der Unterrichtsatmosphäre, zum LehrerInnen – SchülerInnenverhältnis etc. statt. Laura und Georg – beide S2 und besonders engagiert beim Vorbereiten des Workshops - haben unter ihren SemesterkollegInnen kurz vor den Maiferien eine Umfrage durchgeführt, um zu eruieren, wo in diesem Semester „der Schuh drückt“. Wunsch unserer SchülerInnen war es, sich in den einzelnen Arbeitsgruppen mit den Schwerpunkten „Notentransparenz“, „Umgangsformen“, „Unterrichtsqualität“ und „Lernatmosphäre“ zu beschäftigen. In einer ersten Phase arbeiten alle S2 – SchülerInnen in 12 Arbeitsgruppen und im 2. Semester unterrichtende Kollegen in einer speziellen LehrerInnengruppe zu diesen Themen, die Ergebnisse werden auf Plakaten festgehalten und auf einem „Marktplatz“ in der Pausenhalle ausgestellt und – auch während der Mittagspause - intensiv diskutiert. In einer zweiten Phase erarbeiten LehrerInnen und SchülerInnen in gemischten Arbeitsgruppen „Goldene Regeln“ zu den Themen aus der ersten Arbeitsphase. Hochinformativ – spannend – interessant, was sich da herauskristallisiert - mit sehr viel gutem Willen und konstruktiver Kritik auf beiden Seiten. Unsere Moderatorin, Kathrin Nickisch, seit 1. April an unserer Schule als Sozialarbeiterin tätig, und unser Moderator, Pater Holger Adler SJ, fassen die Ergebnisse zusammen, strukturieren, machen Gedankengänge transparent, klären Zusammenhänge. In einer dritten und letzten Phase diskutieren im Parlament Repräsentanten der einzelnen Gruppen über die Vorschläge zu den „Goldenen Regeln“, über deren mögliche Akzeptanz, über Sanktionsmöglichkeiten, über unsere gemeinsame Weiterarbeit. Zurzeit gibt es zwei „Dauerbrenner“: Notenstress und Verhaltensregelwerk. Beide Themen werden am 30 Mai ab 15 Uhr 30 in meinem Büro im Altbau (R 21) diskutiert und inhaltlich weiterentwickelt. Wir freuen uns auf dieses Treffen und hoffen auf eine möglichst zahlreiche Teilnahme. An dieser Stelle danke ich Kathrin Nickisch und Holger Adler SJ für ihre souveräne Moderation und allen SchülerInnen und KollegInnen, die in den vergangenen Monaten den Workshop vorbereitet und zum Gelingen beigetragen haben.
Helge F. Sturm | kk
 

2. Ökumenischer Kirchentag

Mit der Sankt-Ansgar-Schule beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München Früh ging es los, um 5.11 Uhr! Wir waren alle total müde, aber auch richtig aufgeregt. Als wir den Zug sahen, bekamen wir erst einmal einen Schock. Er war etwas älter und die Sitze sahen gar nicht bequem aus. 10 Stunden so aushalten? Begeistert waren wir nicht. Nach einiger Zeit ging es jedoch und die Fahrt wurde echt lustig. Wir machten verrückte Fotos, hatten verrückte Ideen und haben neue Leute kennen gelernt. Den Partywagon mussten wir uns natürlich auch ansehen. Nach der großen Eröffnung auf der Münchener Theresienwiese waren wir auf dem „Abend der Begegnungen“ in der Innenstadt. Wir haben alles Mögliche ausprobiert, was da so war: Wir haben Maultaschen probiert, Buttons hergestellt, bei einem Quiz mitgemacht, ein Schild bemalt, Horst Seehofer und Horst Köhler gesehen, … Nach dem „Lichtermeer aus Kerzen“ sind wir endlich schlafen gegangen. Schon am nächsten Tag ging es früh weiter. Nachdem wir zu Christi Himmelfahrt um 9 Uhr in einer Kirche waren, haben wir beschlossen die Veranstaltung „Preise gut, alles gut?“ gemeinsam zu besuchen. Dazu waren wir im Olympiastadion und haben uns das ganze Gelände angesehen. Die Veranstaltung war für uns alle sehr interessant, da wir Zusammenhänge erklärt bekommen haben, die uns vorher nicht bewusst waren - oder nicht in dem Maße: Ein Anlass künftig bewusster darüber nachzudenken, wem unser Konsum (Klamotten, Sportartikel, Nahrung, Elektronikgeräte) eigentlich nützt und wem er schadet. Am Abend waren wir dann noch auf dem Wise-Guys-Konzert. Am Freitag haben wir dann zusammen eine Veranstaltung besucht, in der es um den Missbrauch in der Kirche ging. Wir haben die Diskussion zusammen mit 6000 weiteren Zuhörern mit großem Interesse verfolgt. Am Anfang war da noch ein Mann, der als Sprecher von Missbrauchsopfern rumgeschrien und verlangt hat, dass sie die Diskussion beenden, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat. Eine Veranstaltung am Samstag war für uns am bewegendsten; ihr Titel lautete „Nein zur Todesstrafe“. Ein Spanier, der in Amerika lebte, erzählte von seinem Schicksal. Er war 3 Jahre lang unschuldig in der Todeszelle und berichtete, wie es dazu kam, wie schrecklich es war und wie sein Leben weiter ging, als er da raus kam. Keiner von uns hätte gedacht, dass es so schlimm ist. Am Sonntag waren wir bei kaltem Wetter noch bei dem großen Abschlussgottesdienst. Es waren tolle und schöne Tage, an denen wir viel erlebt und erfahren, viele Veranstaltungen besucht, viel gesehen und viel Spaß zusammen gehabt haben. Wir überlegen auch, ob wir 2012 zum Katholischen Kirchentag nach Mannheim reisen sollen, da es eine Erfahrung ist, die man nie vergessen wird und die sehr wertvoll ist.

Jessica Calcada 10a | Foto: Maximilian Rychter 10c
 

Castingstars und Heilige

Casting-Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) sind derzeit das TV-Erfolgsformat Nummer eins: Sie bringen Millionen von Menschen dazu wertvolle Stunden ihrer Lebenszeit vor dem Fernseher zu verbringen, dafür gar eine Vielzahl von Werbeblöcken über sich ergehen zu lassen. Offenbar befriedigt dieses Format ein altes menschliches Bedürfnis: an einer „Lichtgestalt“ Maß nehmen für das eigene Leben! Darin liegt eine gewisse Entsprechung zu früheren, prämedialen Formen der Identifikation mit besonderen Menschen – der Verehrung von Heiligen. Doch sind die von den Medienprofis inszenierten
und von der Masse bejubelten neuen Vorbilder tatsächlich wertvolle Referenzgestalten für
die eigene Lebensorientierung? Helfen sie uns tatsächlich zur Vertiefung unserer Biographie? Können wir an ihnen wachsen so wie an den Heiligen, die ihr Leben in der Nachfolge Jesu verstanden haben?

Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen neuen und alten Lichtgestalten ging es in einer Veranstaltung in der Katholischen Akademie, zu der alle Schüler der Profiloberstufe
geladen waren. Angestoßen durch einige filmische Ausschnitte aus Casting-Shows diskutierten das Thema mit den Schülern in Kleingruppen (Religionskurse) sowie auf dem Podium die Schauspielerin Souzan Alavi, die Direktorin der Stage School Hamburg Kim Moke, die Studienleiterin der Katholischen Akademie Dr. Veronika Schloer, der medienerfahrene Kapuzinermönch Bruder Paulus Terwitte sowie der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Dr. Hubertus Lutterbach, der auch einen Input-Vortrag über „Heilige Menschen“ beisteuerte.

Zwar gab es keine eigentlichen Kontroversen und hitzigen Debatten, aber die unterschiedlich akzentuierten Zugänge der Gäste über die eigene Erfahrung im Showgeschäft oder aber die wissenschaftliche Beschäftigung mit der vormodernen und zeitgenössischen Heiligenverehrung waren ein einladender Impuls der Frage nach der eigenen Identität und den Vorbildern für die eigene Lebensorientierung neu bzw. vertiefend nachzugehen.

Jürgen Brinkmann, Beauftragter für die Seelsorge und Religionslehrer im Profil „Leib & Seele“
 

Pamplona - es kam alles ganz anders

„¡Bienvenidos!“, so wurden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 von ihren Gastfamilien am Sonntag, den 28. Februar 2010, vor dem Colegio San Ignacio in Pamplona begrüßt. Wohlgemerkt mit zwei Tagen Verspätung, denn die Schülerinnen und Schüler sollten bereits am Freitag gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Haarmeyer und Frau Polzin ankommen. Doch alles kam ganz anders.
Am 26. Februar pünktlich um 9.00 Uhr fanden wir uns alle am Terminal 1 des Hamburg Airports ein. Von dort aus wären wir über Palma de Mallorca nach Bilbao geflogen und von dort mit einem Reisebus weiter nach Pamplona gefahren. Nachdem wir alle eingecheckt hatten, sich das Abfluggate geändert hatte und wir dann endlich in der Maschine saßen, startete das Flugzeug nach Mallorca. Der Flug war ruhig und es gab keine Turbolenzen, doch nach circa eineinhalb Stunden Flugzeit, wir befanden uns zu dem Zeitpunkt an der Grenze zum französischen Luftraum, meldete sich unser Pilot mit der Durchsage an uns, dass die französischen Fluglotsen streiken und der Airberlinmaschine den Überflug verbieten würden.

Fortsetzung
 

Zu Wasser und zu Lande

Besinnungstage der Abiturientia 2010 als Mega-Projekt
Vom 12.-16. April fanden die diesjährigen Besinnungstage der Abiturientia statt: kein leichtes Unterfangen ca. 200 Schülern ein interessantes Angebot zu machen! Kreativität und Organisationsgeschick waren nötig, um diese pastorale Herausforderung zu meistern - vor allem aber die Unterstützung durch externe Referenten. Mit neun teils sehr unterschiedlich akzentuierten Veranstaltungen konnten wir schließlich aufwarten, darunter ein spiritueller Segeltörn auf hoher See, Schweigexerzitien an der Nordsee, Aufenthalte im Umfeld von Klöstern, religiöse Theater- und Filmprojekte.
Im Namen der Sankt-Ansgar-Schule möchte ich mich ganz herzlich für den externen „Support“ bedanken:
- bei der Katholischen Jugend Hamburg und dem Diözesanjugendpfarrer Bergner sowie bei Bildungsreferent Proske
- bei der Katholischen Jugend Mecklenburg mit Jugendpfarrer Emeka und Jugendbildungsreferent Manthey
- bei den Dominikanern in Barmbek mit Pater Laurentius
- bei den Benediktinern in Nütschau mit Bruder Johannes
- bei den Benediktinern in Gerleve (b. Münster) mit Pater Norbert
- bei den Jesuiten in Hamburg mit Pater Adler und Frater Recktenwaldt
- bei unseren ehemaligen Schülerinnen und Schülern Marta Wiczling, Lena Rehaag,Bianca Nguyen und Matthias Schultz
- beim mir namentlich nicht bekannten Skipper der „Amazone“
Dank auch an die internen Referenten und Begleiter:
Hr. Faupel, Hr. Vehmeyer, Hr. Dr. Wegemund - Fr. Dr. Berling, Hr. Dührsen, Hr. Kamphues, Hr.Klein, Hr. Krumrey, Hr. Niemeyer, Hr. Prochel
Nicht zuletzt gilt mein Dank Frau Hüßner für die ideelle und konkrete organisatorische Unterstützung bei diesem Mega-Projekt!

Jürgen Brinkmann, Beauftragter für die Seelsorge




 

Hitzacker 2010

.... bei bestem Frühlingswetter proben ca. 130 Schülerinnen und Schüler der Sankt-Ansgar-Schule mit ihren Musiklehrern eine Woche auf der Musikfreizeit in Hitzacker an der Elbe für die anstehenden Konzerte. Erste Eindrücke sehen und hören Sie hier:

Hitzacker 2010 – Erster Teil
Hitzacker 2010 – Fortsetzung
Hitzacker 2010 – Trailer drei

 
 

Wozu Bungee-Jumping? Wir fahren auf Besinnungstage

Nicht wenige vertrauen ihr Leben lieber einem Gummiseil an als den eigenen Mitmenschen. Sicher ist es aufregend, nach dem gespielten Todessturz wieder ins alte Leben zurückgerissen zu werden. Aber erfüllender und unvergesslich ist es zu erleben, dass die anderen einen sicher halten, wenn man sich einmal rückwärts, ungesichert und mit geschlossenen Augen fallen lässt. Sich fallen zu lassen im Vertrauen auf eine Gemeinschaft war nur eine Übung von vielen während der Besinnungstage der siebten Klassen im Reinbeker Niels-Stensen-Haus und im Kloster Nütschau. Die beiden großen Themen ‚Klassengemeinschaft‘ und ‚Einführung in erste geistliche Übungen‘ wurden sowohl spielerisch wie im Gespräch in Kleingruppen und in der Klassengemeinschaft behandelt, angeleitet von Religionslehrern, begleitet vom Klassenlehrer und Jugendgruppenleitern aus der KSJ, Schülern aus dem ersten Semester.

Drei Tage Ausstieg aus dem Schulalltag kosten zwei Unterrichtstage, doch die Investition ist gut angelegt: Der Unterricht in einer ihrer selbst bewussteren Klasse wird leichter und effektiver, die angestoßenen individuellen Reifeprozesse bemerkt der Deutschlehrer zum Beispiel in der Charakterisierung literarischer Figuren. Die Schüler selbst geben den Besinnungstagen in der Abschlussreflexion zumeist Höchstnoten, und selbst den wenigen Enttäuschten ist vieles klarer geworden.

Immer wieder müssen wir unser Leben in die Hände anderer legen – um diese Erkenntnis kommt selbst der mutigste Bungee-Springer nicht herum, der darauf vertrauen muss, dass sein Gewicht und die Haltekraft des Seils vom Experten aufeinander abgestimmt wurden. Umgekehrt müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass wir für andere Verantwortung tragen, damit die, die fallen, sanft gehalten werden und nach dem wirklichen Sturz in ein neues Leben gehen können.

ag
 

Diskutieren auf Augenhöhe

Schnupperpraktikum für die achten Klassen
Seminartag für das zweite Semester
Während der Elternsprechtage Mitte Februar finden auch in diesem Jahr für die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen und des zweiten Semesters berufsorientierende Veranstaltungen statt.
Die Schüler der achten Klassen absolvieren in sehr unterschiedlichen Unternehmen in Hamburg ihr Schnupperpraktikum: Rechtsanwaltskanzleien, Großunternehmen sehr unterschiedlicher Ausrichtungen in den Bereichen Industrie und Dienstleistungen, kleine Handwerksbetriebe, Verwaltung, Architektur, Vertrieb u. v. a. stellen auch in diesem Jahr einen Praktikumsplatz für unsere Achtklässler zur Verfügung. Unsere Schüler können hier ihren ersten Kontakt mit der Wirtschaft und Industrie schließen, ein bisschen Luft außerhalb der Schulstube schnuppern, eine gute Vorbereitung auf das Betriebspraktikum im Jahr 2011. – Die jungen Leute haben in den kommenden Wochen Zeit, ihre Firmen in kleinen Präsentationen innerhalb des PGW-Unterrichts vorzustellen und ihren Mitschülerinnen ihre Erfahrungen mitzuteilen.
Ca. 50 % unserer S-2-Schüler besuchten im Haus Rissen ein Seminar zur sozialen Marktwirtschaft mit Frau Dr. Meyer zu Natrup (siehe unten), die andere Hälfte setzt sich in der Schule mit Anforderungsprofile und Chancen der dualen Ausbildung und des dualen Studiums auseinander.
Die beiden Referenten sind nur wenig älter als die TeilnehmerInnen. Christof Madejewski, Abitur 08 an der SAS, hat sich auf die Präsentation und Diskussion in „seiner“ alten Schule sehr präzise und umfassend vorbereitet. In seiner freundlichen, zugewandten, selbstbewussten Art gewinnt er sehr schnell das Interesse seiner ZuhörerInnen: Er berichtet sehr lebendig und anschaulich über den Alltag eines Azubis in einem der größten weltweit agierenden Hotelkonzerne, bei Accor, über Rechte, Pflichten, Karrierechancen, den Umgang mit Vorgesetzten und Gästen. Und ganz am Rande über das total untergeordnete Thema „Gehalt“…
Stefan Bammel, Abiturjahrgang 2006, Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Salzwedel in Sachsen-Anhalt, informiert über das duale Studium: Studium an der HSBA (Hamburg School of Business Administration) in der Hamburger Innenstadt in Kombination mit der praktischen Ausbildung in einem Unternehmen, hier der Haspa. Das teure Studium (ca. 650,- Euro pro Monat) wird weitgehend vom Unternehmen finanziert; so muss ein Haspa/HSBA-Student nur 50,- Euro persönlich von seinem Gehalt finanzieren, das Studium dauert drei Jahre, am Ende steht der Bachelor. Es macht Spaß, Stefan Bammel, zuzuhören, wenn er begeistert, engagiert, kritisch über seine Arbeit in der Bank und von den Vorzügen, den Anforderungen an der HSBA berichtet.
Die Schüler hören mit Interesse zu, stellen Fragen, diskutieren auf Augenhöhe, sind neugierig; verabschieden die Referenten schließlich mit einem herzlichen Applaus.
Die beiden Referenten verstehen sich offenbar sehr gut miteinander, ergänzen sich, haben Freude an ihren Vorträgen und den Diskussionen mit unseren Schüler. – Am letzten Dienstag im Juni erwarten wir die beiden wieder in unserem Haus, dann kommen die Zuhörer von heute in den Genuss des Seminartages zur Sozialen Marktwirtschaft, während die andere Hälfte das Vergnügen hat, sich über duale Ausbildung und duales Studium bei Stefan Bammel und Christof Madejewski zu informieren. Ein besonderer Dank an Frau Dr. Meyer zu Natrup und Herrn Schulz, die diesen Seminartag mit ermöglicht haben; Dank an unseren Förderverein und die Stiftung von Frau Dr. Leenen, die die Veranstaltung im Haus Rissen subventioniert haben.

Helge F. Sturm
 

workshop: Kompaktkurse Soziale Marktwirtschaft

Der halbe 11er Jahrgang von Herrn Sturm und von Frau Dr. Meyer zu Natrup arbeitete sich einen Tag durch die Finanzkrise und deren Konsequenzen für die zunehmende soziale Kluft in Deutschland.
Im Haus Rissen untersuchten die Schülerinnen und Schüler, inwiefern die größte Krise seit 1945 eine Krise der Sozialen Marktwirtschaft bedeutet. Die Rissener Dozenten Jasna Makdissi und Johannes Klocke luden dazu Herrn Multerer von der HSH-Nordbank, den Obmann im Parlamentarischen Untersuchungsausschuß Herrn Waldowsky (GAL) und Herrn Moritz vom Mittelstand Deutscher Unternehmer ein.
Fragen, wie die soziale Kluft in Deutschland wächst und welche Bevölkerungsschichten besonders unter der Wirtschaftskrise leiden, bearbeiteten die Schüler intensiv in Arbeitsgruppen.
Von besonderem Interesse aber blieben die Strukturen der Finanzindustrie. Die Schülermoderatoren Ahad M. und Markus H. hatten es angesichts der Überlegungen, ob die gesellschaftliche Verantwortung der Privatwirtschaft die Soziale Marktwirtschaft rettet, mit den so unterschiedlichen Gastbeiträgen wahrlich nicht leicht. Jeder Fernsehtalk verblasste im Vergleich zu den Disputen, denn die brennendsten Fragen wie z.b. die persönliche Haftung von Managern und das internationale Bankensystems waren den Schülerinnen und Schülern durch eine gute Vorbereitung vertraut.
In der Pause bot das Haus Rissen beste kulinarische Stärkung, auch dank der Stiftung "Füreinander" und dank des Freundeskreises der SAS, die uns beide die Finanzierung dieses workshops sicherstellten.
Die Geschäftsführerin von "Füreinander", Frau Dr. Leenen, überzeugte sich selbst von der Qualität des workshops und ihr war es als ehemalige Lehrkraft an der SAS eine besondere Freude, ehemalige Schüler so aktiv bei diesem hochaktuellen Thema erleben zu dürfen.
Nach einem Tag Arbeit begreifen unsere GMK-Kurse die Wirtschafts- und Finanzkrise als ein Dauerthema mit schweren gesellschaftlichen Folgewirkungen. Unsere Schüler sind sich der Folgen für die Sozialstruktur und für die Ressourcen auch im Bildungswesen sehr bewußt.
"Schade, daß die Leute sowenig darüber wissen", meinte Robert, " denn wir müssen die Kosten schultern, ob wir wollen oder nicht".

V.i.d.S. MzN