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Aktuell

Oxydierte Gewissheiten – und doch Hoffnung

Das Patrozinium der Sankt-Ansgar-Schule wird in St. Katharinen gefeiert Hamburg, 3.2.2010; die evangelische Hauptkirche steht da wie ein Sinnbild der Lage unseres Gymnasiums: hoch eingerüstet inmitten eisglatter Straßen. Schulen sind zu Reformbaustellen geworden und zu allem Überfluss ist das plötzliche, negative Medieninteresse an Sankt-Ansgar wie Blitzeis auf unsere Zufahrtswege gefallen. Einen passenderen Ort für die Feier des diesjährigen Ansgar-Festes zum Thema „Damit ihr Hoffnung habt“ hätte man kaum finden können. Erneut beherbergt uns freundlicherweise die Gemeinde St. Katharinen, da der Dom für die gesamte Schulgemeinschaft zu klein wäre. Pastorin Trautmann begrüßt uns in ihrer „Baustellenkirche“ und erinnert daran, dass die heilige Katharina von Alexandria die Patronin der Gelehrten, Lehrer und Lernenden ist. Ihren Schutz können wir zur Zeit gut gebrauchen, wie die Ansprache des Schulleiters, Herrn Stolzes, anschließend zeigt, der fordert, die Missbrauchsfälle der frühen achtziger Jahre lückenlos aufzuklären und aufzuarbeiten, gleichzeitig aber auch tatkräftig gute Zukunft zu schaffen. Er entschuldigt sich bei allen, auch den vielleicht noch nicht bekannten Opfern und bietet alle heute noch mögliche Hilfe an. Das Thema ‚Zukunft‘ greifen Teilnehmer des Profilkurses ‚Leib und Seele‘ in einer fiktiven Tagesschau auf, deren Katastrophenmeldungen aus Haiti, dem Irak und anderen Teilen der Welt in ein Zwiegespräch zwischen Resignation und Hoffnung münden. Klug und gut begründet argumentierend gewinnt die Hoffnung und nimmt die Antwort auf eine Kernfrage der Predigt des Diözesanseelsorgers Bergner vorweg – was ist besser: menschliche Verzweiflung oder göttliche Hoffnung? Das optimistische Fazit unseres Gottesdienstes zieht eine Zeile des in der ehemaligen DDR entstandenen Lieds zur Gabenbereitung: „Wenn der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird.“
Das von vielen in langen Jahren aufgebaute Vertrauen können einzelne zwar beschädigen, aber – wenn wir die Reaktionen unserer Schüler richtig deuten – nicht zerstören. Wenn wir daraus lernen und die Schwächeren stark genug machen, kann das oxydierte Vertrauen sogar haltbarer werden. Wie das neue, noch rötlich glänzende Kupferdach von Sankt Katharinen.

ag|kk
 

Menschliches Leid verjährt nicht!

Vor dreißig Jahren vergingen sich zwei Lehrer unserer Schule an Schutzbefohlenen - das betrifft uns heute und immer.
Die Medien haben über die beiden Jesuitenpatres berichtet, die von 1979-1982 bzw. von 1981-1983 an der Sankt-Ansgar-Schule unterrichteten. Auch an unserer Schule haben sie Schüler missbraucht. Kaum jemand der heute zur Schulgemeinschaft gehörenden Menschen kannte diese Männer, aber wir sind alle erschüttert und leiden mit den Opfern. Was wir für sie tun können, wollen wir tun. Wir diskutieren die Frage, ob und wie die Taten hätten verhindert werden können und inwieweit eine besonderen moralischen Ansprüchen verpflichtete Institution Mitschuld trägt am Verbrechen eines einzelnen.

Unser Schulleiter, Herr Stolze, hat in einem offenen Brief Stellung zu den Vorfällen genommen und uns auf den Weg der Offenheit und Transparenz verpflichtet.

Offener Brief der Schulleitung

ag 2.2.10
 

Stellungnahme des Elternrates zu den Missbrauchsfällen an der SAS in den Jahren

Der Elternrat der Sankt-Ansgar-Schule verurteilt scharf den Missbrauch von Schülern durch einen Jesuitenpater in den Jahren 1979-1982 und fühlt sich verbunden mit den Opfern, die teilweise noch heute, mehr als 27 Jahre später, an den Folgen dieser Schandtaten leiden. Derartige Vorfälle dürfen nicht verschwiegen werden, denn Schweigen nützt nur dem Täter, der sein frevelhaftes Handeln fortsetzen und damit noch größeren Schaden anrichten kann. Diese Taten stehen auf niedrigster moralischer Stufe, weil sie an wehrlosen Kindern begangen werden, die der Obhut des Täters anvertraut wurden. Daher ist es dem Elternrat auch unverständlich, wie der Täter – wie er sagt – mit Gott und der Welt im Reinen sein kann.
Der Elternrat warnt aber auch davor, diese Vorfälle zum Anlass zu nehmen, die jahrzehntelange Arbeit der Jesuiten an der Sankt-Ansgar-Schule pauschal zu verurteilen. Ihnen war es zu verdanken, dass an diesem Gymnasien Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft und zahlreicher Nationalitäten erfolgreich ihr Abitur bestehen konnten. Diese erfolgreiche Arbeit bildete den Grundstock für eine werteorientierte Erziehung, die auch nach der Übernahme durch eine weltliche Leitung äußerst erfolgreich fortgesetzt werden konnte.
Der Elternrat begrüßt den offenen Umgang des Schulleiters, Herrn Stolze, mit den damaligen Vorfällen und ihrer Aufbereitung. Auch der Elternrat steht für Gespräche mit Betroffenen zur Verfügung. Er fordert den Schulträger auf, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, zur möglichst lückenlosen Aufklärung der Straftaten und zur Bestrafung des Täters beizutragen. Vorbeugend ist es wichtig, Kinder durch geeignete Maßnahmen für dieses Thema zu sensibilisieren, damit sie sich vertrauensvoll an ihre Eltern und die Schulleitung wenden können, wenn sie Anzeichen für Fehlverhalten erkennen. Nur so können solche Straftaten verhindert bzw. aufgedeckt und sanktioniert werden.

Für den Elternrat Gez. Dr. H.-J. Bartels, A. Rowold 5.2.10
 

Presse-Information der Deutschen Provinz der Jesuiten

Entschuldigung des Ordens auch an mögliche Opfer von Missbrauch in Hamburg und St. Blasien
Im Kontext der Klärung der Fragen, die sich dem Orden und der Öffentlichkeit wegen der Missbrauchs-Vorwürfe gegen zwei ehemalige Mitglieder des Jesuitenordens am Canisius-Kolleg in Berlin gestellt haben, hat der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, Pater Stefan Dartmann SJ, anlässlich einer Pressekonferenz am 01.02.2010 umfassend über die beiden Tatverdächtigen informiert.

Insbesondere im Fall des ehemaligen Jesuitenpaters Wolfgang S. wurde aus den Unterlagen, vor allem aber aus einem Fragebogen im Zuge des Laisierungsverfahrens deutlich, dass es nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg und St Blasien zu Übergriffen gekommen ist. Pater S. war nach seiner Zeit im Canisius-Kolleg (1975 bis 1979) Lehrer an der St. Ansgar- Schule in Hamburg (1979 bis 1982) und anschließend im Kolleg in St. Blasien in Schwarzwald (1982 bis 1984)

Die Worte des Provinzials der Deutschen Provinz an die Betroffenen in Berlin sind seitens des Ordens in gleicher Weise an diejenigen gerichtet, die auch an anderen Orten zu Opfern geworden sind: „Diese Opfer tragen belastende Erinnerungen mit sich und erheben jetzt ihre Stimme. Ich danke ihnen dafür. Ich bitte sie im Namen des Ordens um Entschuldigung für alle Missbräuche, die sie erlebt haben. Ebenso bitte ich um Entschuldigung für das, was von Verantwortlichen des Ordens damals an notwendigem und genauem Hinschauen und angemessenen Reagieren unterlassen wurde.“.

Deutsche Provinz der Jesuiten Dr. Thomas Busch 2.2.2010

 

Diplomatie und Glaubwürdigkeit

Politik Aktuell: der GMK-Kurs 11 von Frau Dr. Meyer zu Natrup probiert in Haus Rissen einen Tag lang, für die Konfliktparteien im Afghanistan- Einsatz einen Konsens im UN-Sicherheitsrat er erarbeiten! Die beteiligten Länder im UN-Sicherheitsrat rangen um die Inhalte der Friedensmission, der humanitären Hilfe und um die Mandatsverlängerung, als ob wir selbst in der New Yorker UN-Zentrale säßen. Den Schülern fiel es zu Anfang bestimmt nicht leicht, die Geschäftsordnung und die Sprachregelung im UN-Gremium umzusetzen. Vor allem aber stellte sich heraus, daß die 5 Veto-Länder im Sicherheitsrat einen tragfähigen Beschluß sofort blockieren wollten und dies am Schluß auch wirklich taten.
Das reale Machtgerangel und die mühsame Suche nach einem Kompromiss war harte Arbeit für die Schüler. Heute wird auf der Afghanistan Konferenz in London miteinander debattiert: gestern mußte unser GMK-Kurs darüber beraten, was genau der Wiederaufbau umfassen soll, wie und wann mehr Polizeihelfer von welchem Land geschickt werden, wie die zivilen Ausbilder mehr Vertrauen aufbauen können - eine Kette von Fragen, die letztendlich an der jeweiligen Interessenlage vor allem der Sicherheitsratsmitglieder China und USA immer wieder zu sprengen drohte. Mit Laptops zum Abändern der Resolution wurde in den Länder-Lobbyinggruppen hart miteinander um machbare Lösungen gekämpft. Die Lage schien zeitweilig so verworren zu sein wie im echten Kriegsgebiet Afghanistan. Die geopolitischen Gefahren, die sich aus einem sich selbst überlassenen Afghanistan ergeben, haben unsere Schüler schnell herausgearbeitet. Aber den poltischen Handlungsrahmen fand auch dieser simulierte Sicherheitsrat wegen der unterschiedlichen Interessen der Länder einfach nicht.
Abends war uns allen klar: die Konfliktlösung verlangt ein überaus hartes Verhandeln zwischen den UN-Mitgliedern. Daheim hat jeder von uns angesichts der Fernsehnachrichten neue Einsichten im Gepäck gehabt: Lösungen in so heiklen Konfliktgebieten sind nur mit Diplomatie und Glaubwürdigkeit zu erzielen, niemals mit militärischer Gewalt.

V.i.d.S. MzN
 

Einmal über den Tellerrand schauen... Der erste Profiltag des 1. Sem.

In den Räumen der katholischen Akademie fand heute der erste Profiltag des 1. Semesters statt, bei dem sich sicherlich viele Schüler fragten, wie der Tag seinen Lauf nehmen wird, und was wir Schüler daraus lernen können. Der Profiltag dient dazu sich gegenseitig die behandelten Thematiken des ersten Semesters aus jedem Profil mithilfe von Präsentation, Plakaten sowie Diskussionen und Debatten vorzustellen und Wissenswertes zu behalten. Bereits vor der Veranstaltung herrschte unter den Schülern reger Austausch und viele rätselten darüber, was uns die Schüler der anderen Profile vorstellen werden. Nach einer kurzen Einführung in das Tagesprogramm schlenderten die Schüler von Station zu Station - interessiert, ziellos, aber größtenteils neugierig. Die Stationen zeigten biologische sowie chemische Experimente, Bilder aus dem Kunstprofil und kleine Präsentationen sowie Erläuterungen zu verschiedenen Themen. Im Nachhinein stellte jedes der Profile auf unterschiedlichste Art und Weise den Inhalt des ersten Semesters vor. Beginnend mit dem fünften Profil "Leib und Seele" und einem kurzen szenischen Spiel aus dem Fach Religion des vierten Profils, verlief die Veranstaltung strikt nach Plan. Der Großteil bestand aus medienunterstützen Präsentationen, wie z.B. des ersten und dritten Profils, worüber hinaus sich auch Experimente im Vortrag des zweiten Profils fanden. Trotz stärkender Mittagspause stand manchen Schülern nach mehreren Stunden Müdigkeit im Gesicht geschrieben; Insgesamt ist der Profiltag als durchaus gelungen und positiv zu bewerten, weil man bei vielen Vorträgen die Anstrengungen der Schüler deutlich merkte, und die Diskussionen im Plenum zum Nachdenken anregten. Letztendlich ist darauf zu hoffen, dass sich auch weiterhin hohe Motivation für weitere Profiltage unserers Jahrgangs zeigen wird, sodass man auch einmal über den Tellerrand schauen kann, um seinen Horizont zu erweitern.

Alan Baier-J. 1. Sem. | kk
 

Sensoren für den richtigen Weg

 
Der Tag der offenen Tür bietet Entscheidungshilfen Sankt-Ansgar-Schule, 14.1.2010; im Informatikraum rattert ein kleiner Roboter aus Legobausteinen und folgt einem schwarzen Oval, wie von Zauberhand gesteuert. Tatsächlich lenken ihn zwei Sensoren, die auf Helligkeitsunterschiede des Untergrunds reagieren. In der Biologie proben Viertklässler die Farbauftrennung von Filzstiften, in der Physik hebt sich im Vakuum der Schokogussdeckel von einem Kuss afro-amerikanischer Herkunft, wie Mittelstufenschüler lächelnd erklären (früher hätten sie ‚Negerkuss‘ gesagt). Vom englischen Mini-Theaterstück der Minis aus der 5 c bis zur dynamischen Interpretation des ‚Fluchs der Karibik‘ durch das Streichorchester: Die Ansgarschule, ihre Schüler- und Elternschaft präsentieren sich am Tag der offenen Tür vielseitig und mit allen Lehrern und vielen Schülern und Eltern. So wie es auch zahlreiche andere Schulen tun. Worauf sollen verantwortungsbewusste Eltern ihre Entscheidungen gründen, welchen Sensoren für den richtigen Weg sollen sie vertrauen? Aus den Gesprächen mit den Besuchern aus der Stadt und dem Hamburger Umland wird deutlich: Den Ausschlag geben nicht allein die räumliche und materielle Ausstattung, sondern vor allem die Gespräche mit Schülern, Eltern und Lehrern.
Jedem Besucher aber halfen zwei besondere Sensoren, die am Eingang zum Neubau bereitstanden: 1,20m bis 1,50m hoch, in blauer Schulkleidung mit Ansgarlogo, begierig auf neue Kundschaft, bestens informiert und motiviert – unsere Schülerlotsen aus den fünften Klassen führten die Besucher nicht nur sicher durch Altbau, Neubau und bis an den Bauzaun des „Ganz-Neu-Baus“, sie hatten auch den eigenen zweiten Schulbeginn noch gut in Erinnerung. Den Roboter im Informatikraum hatte übrigens ein Oberstufenschüler eigens für den Tag der offenen Tür gebaut und programmiert.
ag | kk
 

Hamburg – gesellschaftlicher Wandel und Gesellschaftspolitik

Ein spannender Dienstagabend im literarischen Café mit AYDAN ÖZOGUS – Hamburger Bundestagsabgeordnete der SPD Die Zahlen, die Frau Özogus in ihrem mit power-point unterstützten Vortrag nennt, lassen aufhorchen, machen nachdenklich: 15,4 % der Bevölkerung des Stadtstaates sind 0 bis 14 Jahre alt, 18, 2 % sind über 65. – Ca. 15 % der Einwohner (ungefähr 260.000 Menschen) besitzen ausländische Pässe und stammen aus 180 Staaten. – 95.464 stammen aus Drittländern mit unbefristetem Aufenthaltsstatus, 75.594 leben mit befristetem Aufenthaltsstatus in unserer Stadt.
Es gelingt der Referentin in ihrer sehr klaren, präzisen Sprache, den über hundert SAS-SchülerInnen und sechs LehrerInnen die Problematik des Begriffs „Migrationshintergrund“ in seiner Komplexität zu erläutern, nahe zu bringen. Jeder vierte Hamburger hat einen Migrationshintergrund, bundesweit sind es 19 %. Fast jedes zweite Kind, das eingeschult wird, hat in HH einen solchen Hintergrund – große Chancen und Herausforderungen für unseren Stadtstaat. Hamburg lebt traditionell davon, dass Ausländer in unserer Stadt und mit Unternehmen unserer Stadt sehr gute Geschäfte machen. Dadurch ist Hamburg reich geworden. mehr
 

Haushaltspolitik im Lichte der Finanzkrise

Bachelorstudiengang im Feuer der KritikUnsere SchülerInnen erlebten beim Besuch im Rathaus so kurz vor den Feiertagen den parlamentarischen "Streit" vom Feinsten: die Positionen der Parteien hätten nicht gegensätzlicher sein können.
Wie kann Hamburg den Haushalt konsolidieren, wie belastet die Krise der HSH-Nordbank den Hamburger Haushalt und wie verbessert man die Bachelor-Studiengänge angesichts der massiven Kritik der Studenten?
Peter Tschentscher, SPD-Haushaltsexperte in der Bürgerschaft, erläuterte die dramatische Haushaltslage unserer Stadt und das Geschäftsgebaren der HSH-Nordbank zulasten der Investitionen für die Bildung. Unsere SchülerInnen wollten genau wissen, wieviel das Geschäftsversagen der Bank der Hansestadt kosten wird.
Bevor wir uns in den Sitzungssaal auf die Zuschauerbank begaben, erklärte uns der SPD-Haushaltsexperte Peter Tschentscher sehr ausführlich, wie die Bürgerschaft arbeitet, wie sich die Fraktionen auf die Themen der Sitzungswoche vorbereiten.
Die SchülerInnen wollten vor allem seinen politischen Werdegang nach dem Medizinstudium erfahren und fragten nach seinen persönlichen Beweggründen, neben seiner Arbeit als Arzt in der Bezirksversammlung jahrelang politisch zu arbeiten.
Seine Laufbahn in der Bezirksversammlung fand besonderes Interesse. Politisches Engagement plus Beruf: das hat offensichtlich unsere SchülerInnen sehr beeindruckt.
Warum eine solide Haushaltspolitik der Motor jeder bildungspolitischen Investition in die Zukunft unserer Schüler ist, wurde spätestens bei der hitzigen Debatte im Plenum klar. Regierung und Opposition streiten im Parlament für eine bessere Lösung: unsere GMK-SchülerInnen erlebten das stundenlange Ringen um komplizierte Lösungen. Im Foyer des Rathauses resümierte ein Schüler sichtbar ermüdet von so vielen Reden: "Politik ist wohl Konfliktaustragung mit Regeln". Der Lichterglanz des Weihnachtsmarktes aber konnte uns schließlich dann doch wieder auf Weihnachten und auf 2 Ferienwochen einstimmen.

V.i.d.S. Dr. Maria Meyer zu Natrup
 

Mit Spannung erwartet

Endlich ist sie da – unsere zweite Austauschgruppe aus Pamplona! 15 junge Spanier verbringen eine Woche an der SAS und in den Familien ihrer Gastgeschwister. Unterschiedliche Temperamente treffen aufeinander, häusliche Deutsche und an ein Leben draußen gewöhnte Spanier – kein Wunder bei den Temperaturunterschieden – finden über die Musik und Freizeitgestaltung zueinander. Von den ersten Spaniern hören wir schon: Ich will nicht nach Pamplona zurück! Keine Sorge, wir starten ja bald zum Gegenbesuch bei euch. Wir beeindrucken euch mit unseren Weihnachtsmärkten, mit der Schlittschuhbahn (für die ihr extra nach Vitoria fahren müsst!) und einer Hafenrundfahrt in einer Barkasse, deren Sitzplätze zur Hälfte draußen im zugigen Heck liegen. Ist das genug Frischluft für euch? ;-) Herzlich willkommen im winterlichen Hamburg! Genießt die verbleibenden Tage und wir freuen uns schon darauf, dass ihr uns eure Stadt zeigt.

Ha, 14.12.09

Hola a todos y a todas:
Solo deciros que hemos estado felices en Hamburgo. Para nosotros ha sido una experiencia inolvidable conocer a chavales de nuestra edad y por fin darnos cuenta de que el alemán no está solo en los libros.
Desde el primer día que llegamos -con miedo, un poco reservados y muchas preguntas- hasta ahora han cambiado algunas cosas; ya no se nos hace tan extraño que nos hablen en alemán y además entendemos bastantes cosas. Nos hemos sentido acogidos por las familias alemanas y como el año pasado, nos ha llevado a patinar, al centro, al cine, al zoo… En clase, para ser sinceros no hemos entendido mucho, o más bien casi nada, pero no importa, porque nos hemos atrevido (algunos) a dar una clase de español.
Mañana nos vamos y nos llevamos buen sabor de boca, porque todos los alumnos y alumnas alemanes nos han preparado una fiesta de despedida.
¡gracias a todos de corazón!
¡os esperamos en Pamplona!

maria rodriguez wilhelmi
 

Es werde Licht - Gebete von Schülern für Schüler im Advent

Von heute an erscheint an jedem Schultag im Advent ein von Schülern geschriebenes Gebet, welches auch in den Gebetsfolder jeder Klasse eingelegt wurde und somit allen als schulisches Morgengebet dient. Somit sind wir auf dem Weg zum Licht alle miteinander verbunden.
Alle eingereichten Gebete, auch die zunächst nicht ausgewählten, werden im Januar veröffentlicht.
Weitere Gebete bitte an folgende Adresse mailen: j.brinkmann@sas.hh.lo-net2.de

Jürgen Brinkmann
Beauftragter für die Seelsorge an der Sankt-Ansgar-Schule
 
 

Adventliches Frühstück in der Akademie

„Es werde Licht“, hieß das Motto der Adventsmesse, die Weihbischof Jaschke am Dienstag (8.12.) mit unseren Abiturienten feierte. Anschließend waren alle Schüler sowie die begleitenden Lehrer zu einem gemeinsamen Frühstück in die Katholische Akademie eingeladen.
Wegen des Doppeljahrgangs feierten die Abiturientia von SBS und SAS in diesem Jahr ausnahmsweise getrennt; für alle Abiturienten der beiden Schulen wäre im Kleinen Michel nicht genügend Platz gewesen.
Die Gottesdienste der Klassen 5-7 und 8-11 fanden in Farmsen (Heilig-Geist) bzw. in Barmbek (St. Sophien) statt.

bri | kk
 

Vorgelesen – nacherlebt

Moderne und Klassiker, Spannung und Spaß beim Vorlesewettbewerb an Sankt Ansgar Schulkapelle, 30.11.09; mancher mag Vorlesen zu den ‚soft skills‘, den unbedeutenden Fähigkeiten, zählen. Doch so einfach ist es nicht, eine Buchstabenfolge nicht bloß zu entziffern, sondern zu Leben zu erwecken. Was heute aber nicht wenigen Studenten Schwierigkeiten bereitet, schafften die acht Klassensieger aus unseren 6. Klassen am Montag mit Bravour. Vor über hundert Mitschülern, einigen Lehrern und der aus vier Deutschlehrern bestehenden Jury lasen sie klug gewählte Abschnitte sowohl aus echten Jugendbuchklassikern wie den ‚Kindern aus Bullerbü‘ als auch aus so aktuellen Thrillern wie den ‚Illuminati‘. Nach der Kür, dem vorbereiteten Lesen aus selbst gewählten Texten, kam die Pflicht: Vorlesen aus einem unbekannten Text, in unserem Fall einer neuen Kinderbibel, einer zwar recht freien, aber auch anspruchsvollen Übersetzung des Buches der Bücher. Anders als beim Eiskunstlaufen gab wieder einmal die Pflicht den Ausschlag und am Ende wurde Patricia L. aus der 6 a zur Schulsiegerin gekürt und als erste mit einem Buchpreis geehrt. Auch die anderen Vorleser gingen nicht leer aus, hatten sie doch ihren Zuhörern äußerst unterhaltsame 90 Minuten geschenkt.

Eine Frage bleibt: Wie kann es sein, dass trotz so begabter und begeisterter jugendlicher Leser unser „Land … das Lesen [verlernt]“, wie eine nationale Wochenzeitung unlängst titelte? Irgendwann scheint der Konsumvirus die Leserbiographien zu befallen, Vorstellungs- wie Gestaltungskraft anzufressen und die Fähigkeit zur Einfühlung in andere Menschen und Welten bloßem Statusdenken zu opfern. Um sich die Folgen auszumalen, bräuchte man die Fantasie eines Lesers.

ag

„Immer wieder gelesen“

Ich habe das Buch ‚Die Rückkehr nach Atlantis‘ von Marliese Arold genommen, weil es viele spannende Stellen gibt und ich Fantasy-Bücher mag. Ich habe an den Inhalt des Buches zurückgedacht und habe so eine Lesestelle mit wörtlicher Rede ausgesucht, welche mir spannend erschien. Dann habe ich diese Stelle immer wieder gelesen und dabei auf das Lesetempo, die wörtliche Rede, die Betonung und auf die Zuhöreransprache geachtet. Und ich hoffe, dass ich die Zuhörer für dieses Buch habe interessieren können.

Patricia L., 6 a, Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs 2009 an der Sankt-Ansgar-Schule
 

Jugend jazzt 2009

Die Big-Bands der Sankt-Ansgar-Schule haben im Rahmen der Landesaussscheidung für den Bundeswettbewerb Jugend jazzt am Samstag, den 21.11., im Wilhelm-Gymnasium gespielt. Die SAS-Big-Band hat dabei den ersten Preis gewonnen.

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