Aktuell

Kollegiumsausflug ins Witthüs

Während es das Witthüs in Kampen auf Sylt seit einiger Zeit nicht mehr gibt, treffen sich hier Künstler, Hamburger und Touristen zum Kaffee, zum Brunch oder zum leckeren kleinen Menü am Abend.
Gegenüber die renommierte Lola-Rogge-Tanzschule in ihrem wunderbaren Hansen-Bau. Ein herrlicher alter Baumbestand rundet das Bild hier oben auf dem Geesthang der Elbe ab. Wirklich etwas ganz Besonderes.
Gegen 18 Uhr fahren wir mit der S1 oder der S 11 nach Hause, denn: das Halbfinale wartet am Abend im Fernsehen… Schön, dass fast alle Kolleginnen und Kollegen dabei sein werden. Ein Dank an unseren Arbeitgeber, der diesen Betriebsausflug unterstützt, sowie an Frau Dr. Meyer zu Natrup und Herrn Krumrey, es hat Spaß gemacht, mit euch im Team den Ausflug vorzubereiten.
Helge F. Sturm | kk
P.S. Und morgen ist der letzte Schultag…………………….
Berufsorientierungsmarathon

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land
oder
„Nun latsch´ ich zu acht Veranstaltungen und weiß immer noch nicht, was ich werden will!“
„Berufsorientierungsmarathon“: Wenn es auch in diesem Jahr kein Vollmarathon war wie 2009, dem Doppeljahrgang, so kam es einem Halbmarathon doch nahe. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten von Montag, dem 28.06., bis Freitag, dem 2.07.2010 insgesamt in über dreißig Veranstaltungen – Workshops, Referaten und Diskussionen – mit über 800 einzelnen Angebotsplätzen an ihrer Berufs- und Lebensplanung basteln, sich informieren, fortbilden, Nägel für ihre Zukunft einschlagen. – Noch ein Jahr – und der Ernstfall nach zwölf oder 13 Jahren Schule beginnt: Duale Ausbildung, Studium oder Duales Studium, Au pair, Soziales Jahr, Bund o.Ä. – Vorstellungen sehr verschiedener Berufsfelder und Studiengänge, auch einige Besuche in Hochschulen und Fachhochschulen sollen unsere Schülerinnen und Schülern darin unterstützen, den für sie passenden Beruf zu finden. Ein besonders herzliches Dankeschön an die über vierzig Referentinnen und Referenten, die ich für diese Berufsorientierungstage gewinnen konnte, die in gründlicher Vorbereitung und ohne jedes Honorar mit ihrer Man-Power in diese Berufsorientierungswoche investierten. Viele Vorbereitungsstunden für Vorträge, power-point- Präsentationen und Workshops trugen zu einem guten Gelingen bei, viele Mails gingen hin und her, das Telefonohr war geschwollen. Naturwissenschaften waren bei den Schülerinnen und Schülern unseres ersten Profiljahrgangs deutlich stärker gefragt als in den vergangenen Jahren, und ich musste kurzfristig einige zusätzliche Veranstaltungen organisieren. Daneben fanden Berufe rund um alles Kreative, Jura, Berufe rund um „Hamburg-Airport“, Medizin und IWMM besondere Nachfrage. Was ist IWMM? Irgend(et)was mit Medien. Na klar.
Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Ich bin auch in diesem Jahr wieder überrascht, wie unterschiedlich junge Menschen diese Berufsorientierungswoche wahrnehmen; viele sehen sie als Chance, sind neugierig, lassen sich inspirieren und motivieren. Viele sind einzelnen Veranstaltungen, die etwas länger dauern könnten, sehr kritisch gegenüber, wünschen sich mehr Freizeit in dieser Woche, mehr Zeit für ihren Job, sehen Einblicke in ganz andere Welten und anders geartete soziale Zusammenhänge als vergeudete Zeit an; einige sind gar nicht neugierig, wenn es nicht um ihre primären Interessen geht. Möchten auch kein Portfolio anfertigen, sehen ein Zertifikat der Schule in diesem Bereich als überflüssig. „Bringt ja keine Punkte fürs Abi.“ An dieser Stelle möchte ich die Schülerinnen und Schüler, die im August mit ihrem ersten Semester an der SAS beginnen, bitten, sich bei mir zu melden, um bei der Vorbereitung der Berufsorientierungswoche 2011 mitzuwirken. Damit kann man vielleicht einigem Schülerfrust vorbauen, und ich kann mir auch so manchen Frust ersparen, denn: Manchmal gilt der Prophet nichts im eigenen Land bzw. in der „eigenen“ Schule. Gefreut habe ich mich über viele interessante Feed-back–Gespräche mit einzelnen Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen und unseren Gästen.
„Nun bin ich zu acht Veranstaltungen gelatscht und weiß immer noch nicht, was ich werden soll!“ Man kann davon ausgehen, dass ein gut ausgebildeter Schüler mit einigermaßen gutem Notendurchschnitt in einem Hochleistungsstandort wie Deutschland mindestens dreißig (!!!) Berufsausbildungen und/oder Studiengänge angehen kann, für die er sehr gut geeignet sein dürfte… Da erübrigt sich ein Kommentar zum Einleitungszitat. Man kann unendlich viele Angebote machen: Orientieren und entscheiden muss sich jede/r Einzelne selber.
Ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken für all die Unterstützung, die ich im vergangenen halben Jahr während der Vorbereitung dieser Berufsorientierungswoche bekommen habe: bei zahlreichen Freunden, Bekannten, Vertretern der Hamburger Wirtschaft und Hochschulen und last but not least bei einigen Kolleginnen und Kollegen sowie bei Regina Lemkau und Gabriele Faltermeier aus unserem Schulbüro, auf deren kompetente und freundliche Art ich von den Gästen unserer Schule immer wieder angesprochen werde. Und dem Mann, der beim entfernten Auftauchen von Problemen und Schwierigkeiten immer sagt: „Herr Sturm, es geht alles. Kein Problem!“ Das ist – natürlich – Herr Brühl.
Helge F. Sturm | SASfilmAG
It never rains in California

Ha, 25. Juni 2010
„Auf in die Fluten des Lebens“ – Abiturienten-Tsunami in Dom und Audimax

Schon der Schritt zum zweiten Teil der Feier verlangte die Querung eines sehr hamburgischen Gewässers, der Außenalster. Die Verleihung der Abiturzeugnisse fand nämlich im Audimax der Universität Hamburg statt, die unser Abiturienten-Tsunami bis zur Empore füllte. Souverän und freundlich geleiteten uns zwei weitere Abiturienten, Natalie W. und Mathias P., als Moderatoren durch einen heiter-nachdenklichen Auftakt mit Schulleiter-, Lehrer- und Schülerrede. Herr Stolze erinnerte daran, dass „Geld allein zwar nicht unglücklich macht“, aber einem Ansgarschüler als einziges Kriterium der Berufswahl nicht genügen dürfe. Herr Sturm – nomen est omen – fügte der Seefahrt-Allegorie weiteren Antrieb hinzu und verwies auf den Scorpions-Song „Winds of Change“, Charlotte P. und Philipp H. feierten das Erreichen des „höchsten Abschlusses allgemeinbildender Schulen in der Bundesrepublik“ als kleine Heldentat. Die Teilhabe der Eltern, Lehrer und der anderen Mitarbeiter der Schule wurde ebenfalls gewürdigt und ein besonderer Dank ging an die „Oberstufenmutter“ Frau Hüßner. Vor dem Höhepunkt der gut organisierten Mammutveranstaltung, der Verleihung der Abiturzeugnisse, wurden Auszeichnungen verliehen: für Mitglieder des Physik-Leistungskurses von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Preise für Mitglieder der SAS-Band und Bigband, des Orchesters und des Chores. Schließlich erhielten diesmal drei Abiturienten den Pater-Heinrich-Köster-Preis für besonderes soziales Engagement. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Bigband.
Die eigentliche Überreichung der Zeugnisse mit Gratulation durch Oberstufenkoordinatorin, Schulleiter und Tutoren zeigte noch einmal, wie viele Schülerinnen und Schüler, die unser Gymnasium über die Jahre mit geprägt haben, wir auf einmal verlieren – bleibt nur zu hoffen, dass sie auch im Altschülerclub vor Anker gehen.
ag | kk
Vorsicht Baustelle
Muss denn gestorben werden?

SAS, Pausenhalle, 4.6.2010.
Die Kraft der Fantasie vermag fast alles. So antiquiert-romantisch klingt diese Idee in unserer scheinrationalen, kalt-vernutzten Welt nicht mehr, seit finanzwirtschaftliche Fantasieprodukte zu pekuniären Atombomben mutierten. Belbels Tragikomödie ‚Ein Augenblick vor dem Sterben‘ reißt keinen ökonomisch-politischen Horizont auf, wohl aber einen gesellschaftskritischen.
Der 1963 nahe Barcelona geborene, auf Katalonisch schreibende Autor schildert in sechs in eine Rahmenhandlung gebetteten Szenen, wie der Mangel an Gutem zum vorzeitigen Sterben führt: Ein Drehbuchautor kann seine Schreibblockade nur mit einer Handlungsidee überwinden, die seine fiktiven Figuren zu toten Marionetten degradiert; eine um den Ruf der Familie besorgte Schwester kann ihren drogensüchtigen Bruder nicht retten, weil sie glaubt, die Allmacht des Geldes könne menschliche Fürsorge ersetzen; eine gefühlskalte Mutter hält die Vermittlung von Benimm-Regeln schon für Erziehung und sieht dem Sterben ihrer an einem Stück Hühnerfleisch erstickenden Tochter tatenlos zu; ein einsamer Krankenhauspatient erleidet eine Lungenembolie und erreicht den rettenden Alarmknopf nicht mehr; eine alternde Alkoholikerin telefoniert vergeblich nach Hilfe und tötet sich mit einer Überdosis Tabletten; eine pflichtvergessene (bei Belbel eher eine pflichtversessene) Polizeistreife überfährt einen Motorradfahrer und ein Auftragskiller lässt sich vom um Gnade bettelnden Opfer nicht erweichen. Der Zuschauer sieht hilflos einem Kaleidoskop nihilistisch anmutender Alltagszenen zu. Dann aber greift die Fantasie ein.
Das Mordopfer ruft wiederum zu Gott, findet aber nun die richtigen Worte. Die Szenen spielen sich erneut ab, in umgekehrter Reihenfolge, mit anderem Ausgang, die nihilistischen Eisberge verbinden sich zu einem tragfähigen Kontinent, in einer „Rettungskette“ werden die Geretteten zu Rettern der anderen bis hin zum Rahmen: Die Frau des Drehbuchautors fordert von diesem ein Stück, das sich den wahren, leidenden Menschen zuwendet. Die Botschaft erscheint simpel, doch der Schlussakkord klingt in Moll.
Nicht nur das Thema und die über dreistündige Aufführung, auch die äußeren Bedingungen verlangten den Zuschauern einiges ab. Die wegen der Baumaßnahmen verkleinerte Pausenhalle war dicht mit erhitzten Besuchern besetzt und der lang herbeigesehnte Hamburger Frühsommer half wie das Stück zur Erkenntnis, dass die Hölle nicht kalt sein kann. Zum Glück war dies Thomas Brauers zwanzigstes Theaterprojekt und mit der Souveränität langjähriger Erfahrung machte seine Inszenierung aus der Not eine Tugend. Die quadratische Bühne rückte in die Mitte des Publikums, so wie im Stück der Tod inmitten des Lebens steht. Dies zwang zur Einfachheit, zur Minimierung der Kulisse, die zur Aussage führte, statt abzulenken. So zeigten die vielen Telefone der Alkoholikerin, wie wenig technische Kommunikation nützt, wenn die anderen nur scheinbar überall erreichbar sind. Auch die Interpretation der Rollen trug den Umständen Rechnung: Die Akteure redeten, den Kreis ihres inneren Käfigs ausschreitend, eher die Zuschauer als ihre missachteten Mitmenschen an. Während der umwerfend komischen Polizeistreifen-Szene wendeten sich die auf Drehstühlen sitzenden Beamten nach jeder Kurve einem anderen Publikumsblock zu. Alle Darsteller spielten auf hohem Niveau, so dass es schwerfällt, einzelne Leistungen herauszuheben. Dennoch dürfen die zutiefst anrührende Intensität, mit der Franziska Eberenz das schizophrene Leiden einer vereinsamten, alkoholabhängigen Frau verkörperte, die entwaffnende Frechheit, mit der Olivia Spyth das Ringen einer pubertierenden Tochter um die Liebe ihrer Mutter darstellte, und die Souveränität, mit der Friederike Wrobel den Umschlag der autistischen Gefühlskälte des Auftragskillers in einen aggressionshemmenden Aufbruch von Mitgefühl meisterte, nicht unerwähnt bleiben.
Wer das Stück erlebte, weiß, warum das darstellende Spiel integraler Bestandteil schulischer Bildung ist. Den teilnehmenden Schülern ist die Chance geboten, die Macht der Fantasie am eigenen Leib zu erfahren, eine Welt herbeizuspielen, in der sich – nach dem Glauben der Romantiker – die Wege kreuzen: von diesem Leben in jenes, aus der Nacht ins Licht. In diesem Halbdunkel wird Schule zum romantischen Ort.
ag
Debatte im Körber Forum um den Afghanistan-Einsatz

I.d.S.v. Dr. Meyer zu Natrup | Fotos von Jann Wilken/Körber Stiftung
Griffige Abstraktionen
Das Theaterstück „Weißabgleich“ des DSP-Kurses Wegemund hatte eine dreifache Premiere Hamburg, Off-Theater ‚Sprechwerk‘, 27.5.2010. Was können acht Dunkelmänner und –frauen von der Unschuld lernen? Wie soll das zusammenpassen: Moral und Moderne, Mittelalter und Mobbing? Der Anspruch des Stückes „Weißabgleich“ vom Kurs Darstellendes Spiel von Dr. Wegemund war so hoch wie die Erwartungen des im ausverkauften Sprechwerk selten so zahlreich anwesenden Publikums. Premiere hatte das erste Schultheaterstück der Sankt-Ansgar-Schule auf einer Hamburger Theaterbühne und das erste in basisdemokratischer Kooperation von Kursleiter und Kursmitgliedern geschaffene Stück.
Die Handlung ist rasch erzählt: Die weiße Unschuld fällt unter die Räuber, die archetypischen Plagen der Menschheit – Gier, Eitelkeit, Neid, Trägheit und andere Todsünden. Ein der ägyptischen Mythologie entliehener Ibis hatte ihr zuvor Leid und Tränen prophezeit, und er sollte recht behalten. Während die eingangs beschworene Symbolik der Lilien, dieser Tränen einer Göttin, noch aus der griechischen Mythologie abgeleitet wird, erinnert die einfache Fabel eher an eine mittelalterliche Moralität. Die Unschuld wird ausgebeutet und gemobbt, missachtet und schließlich verstoßen. Vergeblich versuchen die Übeltäter, die kreative Kraft der Unschuld zu usurpieren: nicht einem gelingt es, eine Lilie zu falten, die jene scheinbar mühe- und pausenlos herstellen konnte. Am Ende regnet es dennoch Lilien auf die zerstörte Unschuld, ein schwarzer Netzvorhang lässt sie über der Bühne schweben, unten und oben, Dies- und Jenseits verbindend, – vielleicht kann einzig die Unschuld uns von dieser in jene Welt führen, vielleicht aber ist nicht einmal das sicher.
All das wird schlicht erzählt, in äußerster Abstraktion, Körper- und Wortsprache sparsam und treffend einsetzend, in einem wohltuend reduzierten Bühnenbild, mit Hell-Dunkel-Kontrasten arbeitend, Licht und Schatten gegeneinander setzend, nichts lenkt ab von der Aussage und so schafft das bloß einstündige Stück in seiner Einheitlichkeit und Konsequenz die Intensität eines vollen Theaterabends. Die neun Teilnehmer des Kurses spielen die selbst ausgestalteten Rollen mit großer Hingabe und Perfektion und genügen so den Ansprüchen einer auswärtigen Bühne an Professionalität. Die wenigen Längen des Stücks – etwa das endlose koitale Stöhnen – können die Aussage nicht stören. Größer scheint die Gefahr, die verführerisch einfache Fabel ohne den symbolischen Überbau zu rezipieren. Dennoch ist festzuhalten: Solches Schultheater ist erwachsen genug, um bei den Großen mitzuspielen.
ag | Foto von Christopher Majewski
Die DVD Weißabgleich ist ab dem 21. Juni erhältlich weitere Informationen folgen..
Die Handlung ist rasch erzählt: Die weiße Unschuld fällt unter die Räuber, die archetypischen Plagen der Menschheit – Gier, Eitelkeit, Neid, Trägheit und andere Todsünden. Ein der ägyptischen Mythologie entliehener Ibis hatte ihr zuvor Leid und Tränen prophezeit, und er sollte recht behalten. Während die eingangs beschworene Symbolik der Lilien, dieser Tränen einer Göttin, noch aus der griechischen Mythologie abgeleitet wird, erinnert die einfache Fabel eher an eine mittelalterliche Moralität. Die Unschuld wird ausgebeutet und gemobbt, missachtet und schließlich verstoßen. Vergeblich versuchen die Übeltäter, die kreative Kraft der Unschuld zu usurpieren: nicht einem gelingt es, eine Lilie zu falten, die jene scheinbar mühe- und pausenlos herstellen konnte. Am Ende regnet es dennoch Lilien auf die zerstörte Unschuld, ein schwarzer Netzvorhang lässt sie über der Bühne schweben, unten und oben, Dies- und Jenseits verbindend, – vielleicht kann einzig die Unschuld uns von dieser in jene Welt führen, vielleicht aber ist nicht einmal das sicher.
All das wird schlicht erzählt, in äußerster Abstraktion, Körper- und Wortsprache sparsam und treffend einsetzend, in einem wohltuend reduzierten Bühnenbild, mit Hell-Dunkel-Kontrasten arbeitend, Licht und Schatten gegeneinander setzend, nichts lenkt ab von der Aussage und so schafft das bloß einstündige Stück in seiner Einheitlichkeit und Konsequenz die Intensität eines vollen Theaterabends. Die neun Teilnehmer des Kurses spielen die selbst ausgestalteten Rollen mit großer Hingabe und Perfektion und genügen so den Ansprüchen einer auswärtigen Bühne an Professionalität. Die wenigen Längen des Stücks – etwa das endlose koitale Stöhnen – können die Aussage nicht stören. Größer scheint die Gefahr, die verführerisch einfache Fabel ohne den symbolischen Überbau zu rezipieren. Dennoch ist festzuhalten: Solches Schultheater ist erwachsen genug, um bei den Großen mitzuspielen.
ag | Foto von Christopher Majewski
Die DVD Weißabgleich ist ab dem 21. Juni erhältlich weitere Informationen folgen..
Musikcocktail - Teil 1
Blick zurück – Blick nach vorne

Helge F. Sturm | kk
2. Ökumenischer Kirchentag

Jessica Calcada 10a | Foto: Maximilian Rychter 10c
Castingstars und Heilige

und von der Masse bejubelten neuen Vorbilder tatsächlich wertvolle Referenzgestalten für
die eigene Lebensorientierung? Helfen sie uns tatsächlich zur Vertiefung unserer Biographie? Können wir an ihnen wachsen so wie an den Heiligen, die ihr Leben in der Nachfolge Jesu verstanden haben?
Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen neuen und alten Lichtgestalten ging es in einer Veranstaltung in der Katholischen Akademie, zu der alle Schüler der Profiloberstufe
geladen waren. Angestoßen durch einige filmische Ausschnitte aus Casting-Shows diskutierten das Thema mit den Schülern in Kleingruppen (Religionskurse) sowie auf dem Podium die Schauspielerin Souzan Alavi, die Direktorin der Stage School Hamburg Kim Moke, die Studienleiterin der Katholischen Akademie Dr. Veronika Schloer, der medienerfahrene Kapuzinermönch Bruder Paulus Terwitte sowie der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Dr. Hubertus Lutterbach, der auch einen Input-Vortrag über „Heilige Menschen“ beisteuerte.
Zwar gab es keine eigentlichen Kontroversen und hitzigen Debatten, aber die unterschiedlich akzentuierten Zugänge der Gäste über die eigene Erfahrung im Showgeschäft oder aber die wissenschaftliche Beschäftigung mit der vormodernen und zeitgenössischen Heiligenverehrung waren ein einladender Impuls der Frage nach der eigenen Identität und den Vorbildern für die eigene Lebensorientierung neu bzw. vertiefend nachzugehen.
Jürgen Brinkmann, Beauftragter für die Seelsorge und Religionslehrer im Profil „Leib & Seele“
Pamplona - es kam alles ganz anders

Am 26. Februar pünktlich um 9.00 Uhr fanden wir uns alle am Terminal 1 des Hamburg Airports ein. Von dort aus wären wir über Palma de Mallorca nach Bilbao geflogen und von dort mit einem Reisebus weiter nach Pamplona gefahren. Nachdem wir alle eingecheckt hatten, sich das Abfluggate geändert hatte und wir dann endlich in der Maschine saßen, startete das Flugzeug nach Mallorca. Der Flug war ruhig und es gab keine Turbolenzen, doch nach circa eineinhalb Stunden Flugzeit, wir befanden uns zu dem Zeitpunkt an der Grenze zum französischen Luftraum, meldete sich unser Pilot mit der Durchsage an uns, dass die französischen Fluglotsen streiken und der Airberlinmaschine den Überflug verbieten würden.
Fortsetzung
Menschliches Leid verjährt nicht!
Vor dreißig Jahren vergingen sich zwei Lehrer unserer Schule an Schutzbefohlenen - das betrifft uns heute und immer.
Die Medien haben über die beiden Jesuitenpatres berichtet, die von 1979-1982 bzw. von 1981-1983 an der Sankt-Ansgar-Schule unterrichteten. Auch an unserer Schule haben sie Schüler missbraucht. Einige der heute zur Schulgemeinschaft gehörenden Menschen kannten diese Männer, wir sind alle erschüttert und leiden mit den Opfern. Was wir für sie tun können, wollen wir tun. Wir diskutieren die Frage, ob und wie die Taten hätten verhindert werden können und inwieweit eine besonderen moralischen Ansprüchen verpflichtete Institution Mitschuld trägt am Verbrechen eines einzelnen.
Unser Schulleiter, Herr Stolze, hat in einem offenen Brief Stellung zu den Vorfällen genommen und uns auf den Weg der Offenheit und Transparenz verpflichtet.
Offener Brief der Schulleitung
ag 2.2.10
Die Medien haben über die beiden Jesuitenpatres berichtet, die von 1979-1982 bzw. von 1981-1983 an der Sankt-Ansgar-Schule unterrichteten. Auch an unserer Schule haben sie Schüler missbraucht. Einige der heute zur Schulgemeinschaft gehörenden Menschen kannten diese Männer, wir sind alle erschüttert und leiden mit den Opfern. Was wir für sie tun können, wollen wir tun. Wir diskutieren die Frage, ob und wie die Taten hätten verhindert werden können und inwieweit eine besonderen moralischen Ansprüchen verpflichtete Institution Mitschuld trägt am Verbrechen eines einzelnen.
Unser Schulleiter, Herr Stolze, hat in einem offenen Brief Stellung zu den Vorfällen genommen und uns auf den Weg der Offenheit und Transparenz verpflichtet.
Offener Brief der Schulleitung
ag 2.2.10
Zu Wasser und zu Lande

Vom 12.-16. April fanden die diesjährigen Besinnungstage der Abiturientia statt: kein leichtes Unterfangen ca. 200 Schülern ein interessantes Angebot zu machen! Kreativität und Organisationsgeschick waren nötig, um diese pastorale Herausforderung zu meistern - vor allem aber die Unterstützung durch externe Referenten. Mit neun teils sehr unterschiedlich akzentuierten Veranstaltungen konnten wir schließlich aufwarten, darunter ein spiritueller Segeltörn auf hoher See, Schweigexerzitien an der Nordsee, Aufenthalte im Umfeld von Klöstern, religiöse Theater- und Filmprojekte.
Im Namen der Sankt-Ansgar-Schule möchte ich mich ganz herzlich für den externen „Support“ bedanken:
- bei der Katholischen Jugend Hamburg und dem Diözesanjugendpfarrer Bergner sowie bei Bildungsreferent Proske
- bei der Katholischen Jugend Mecklenburg mit Jugendpfarrer Emeka und Jugendbildungsreferent Manthey
- bei den Dominikanern in Barmbek mit Pater Laurentius
- bei den Benediktinern in Nütschau mit Bruder Johannes
- bei den Benediktinern in Gerleve (b. Münster) mit Pater Norbert
- bei den Jesuiten in Hamburg mit Pater Adler und Frater Recktenwaldt
- bei unseren ehemaligen Schülerinnen und Schülern Marta Wiczling, Lena Rehaag,Bianca Nguyen und Matthias Schultz
- beim mir namentlich nicht bekannten Skipper der „Amazone“
Dank auch an die internen Referenten und Begleiter:
Hr. Faupel, Hr. Vehmeyer, Hr. Dr. Wegemund - Fr. Dr. Berling, Hr. Dührsen, Hr. Kamphues, Hr.Klein, Hr. Krumrey, Hr. Niemeyer, Hr. Prochel
Nicht zuletzt gilt mein Dank Frau Hüßner für die ideelle und konkrete organisatorische Unterstützung bei diesem Mega-Projekt!
Jürgen Brinkmann, Beauftragter für die Seelsorge
Wohlfühlen – mit Leib und Seele

Unter der Schirmherrschaft von Weihbischof Dr. Jaschke veranstaltete die Sankt-Ansgar-Schule zusammen mit der Caritas, den Maltesern sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen ein Pilotprojekt für bedürftige Menschen. In der Pausenhalle gab es ein erstklassiges, vom Hotel Renaissance zur Verfügung gestelltes Frühstück. Ca. 150 Wohnungslose und Arme (und damit weit mehr als erwartet) fanden sich ein, um diverse Dienstsleitungen wie ärztliche Hilfe, Pediküre/Maniküre, Friseur, Rechts- und Sozialberatung in Anspruch zu nehmen. Zur Alfredstraße hin stand sogar ein beheiztes Zelt mit einer tierärztlichen Praxis bereit.
Seitens der Schule wurde das Projekt vom Profilkurs „Leib & Seele“ begleitet. Durch die tatkräftige Unterstützung der Hilfsangebote dürften die beteiligten Schüler sehr konkret erfahren und gelernt haben, wie wichtig Zuwendung und Wertschätzung insbesondere für an den Rand unserer Gesellschaft gedrängte Menschen sind. Die Schüler sind bestimmt auch selbst erfüllt nach Hause gegangen – im Gefühl etwas Sinnvolles, ein wirklich gutes Werk getan zu haben.
Der bereits gesendete Filmbeitrag zum Wohlfühlmorgen im Rahmen des Hamburg-Journals findet sich in der Mediathek des NDR (Hamburg Journal vom 27.2.).
Jürgen Brinkmann
Beauftragter für die Seelsorge an der SAS
Hitzacker 2010

Hitzacker 2010 – Erster Teil
Hitzacker 2010 – Fortsetzung
Hitzacker 2010 – Trailer drei

Steh auf …

der SAS. Und so richtig „bequem“ war es heute Morgen in unseren Wortgottesdiensten zu Aschermittwoch wahrlich nicht: Wegen der Renovierungsarbeiten steht uns die große Schulkapelle derzeit nicht zur Verfügung, und so mussten wir in die Kantine umziehen, die wg. der bevorstehenden Vergrößerung bereits selbst einer Baustelle ähnelt. Somit ist die „mobile Kirche“ gleichsam ein Bild für uns, die wir in der Fastenzeit aufstehen wollen aus unseren Bequemlichkeiten.
In den Gottesdiensten gab es dazu die folgenden Anregungen und Impulse:
1. Steh auf aus deinem Fernsehsessel, lass die Fernbedienung liegen und gestalte dein Leben mal selbst statt nur anderen zuzuschauen.
2. Steh auf, geh dazwischen, wenn jemand in deiner Umgebung schlecht behandelt wird – verlass deine bequeme Haltung des Zuschauens.
3. Steh auf, mach mal einen Spaziergang ganz mit dir allein, schweigend, ohne Knopf im Ohr und ohne Handy. Halte das Alleinsein mal für eine Weile aus statt nach der nächsten Ablenkung zu suchen.
4. Steh auf und versuch mal mit einem Menschen in deiner persönlichen Umgebung in Kontakt zu treten, den du sonst nur links liegen lässt. Versuch mal eine Seite an ihm zu entdecken, für die du bisher kein Auge hattest.
5. Steh auf und setze dich für einen guten, sozialen Zweck ein.*
*Die Sankt-Ansgar-Schule setzt ihren sozialen Akzent in der Fastenzeit durch die Beteiligung an der Ausrichtung des „Ersten Hamburger Wohlfühlmorgens“, der in Kooperation mit der Caritas, den Maltesern, der Alimaus und dem Sozialdienst katholischer Frauen am 27.2. in den Räumen der SAS durchgeführt wird: Ein Angebot für Arme und Obdachlose, die ein reichhaltiges Frühstück erhalten sowie (zahn-)ärztliche Versorgung, Friseur (Maniküre, Pediküre) und weitere Dienstleistungen in Anspruch nehmen dürfen. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung auch unter: http://www.malteser-hamburg.de/index.php?id=110
Jürgen Brinkmann, Beauftragter für die Seelsorge an der Sankt-Ansgar-Schule.
Wozu Bungee-Jumping? Wir fahren auf Besinnungstage

Drei Tage Ausstieg aus dem Schulalltag kosten zwei Unterrichtstage, doch die Investition ist gut angelegt: Der Unterricht in einer ihrer selbst bewussteren Klasse wird leichter und effektiver, die angestoßenen individuellen Reifeprozesse bemerkt der Deutschlehrer zum Beispiel in der Charakterisierung literarischer Figuren. Die Schüler selbst geben den Besinnungstagen in der Abschlussreflexion zumeist Höchstnoten, und selbst den wenigen Enttäuschten ist vieles klarer geworden.
Immer wieder müssen wir unser Leben in die Hände anderer legen – um diese Erkenntnis kommt selbst der mutigste Bungee-Springer nicht herum, der darauf vertrauen muss, dass sein Gewicht und die Haltekraft des Seils vom Experten aufeinander abgestimmt wurden. Umgekehrt müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass wir für andere Verantwortung tragen, damit die, die fallen, sanft gehalten werden und nach dem wirklichen Sturz in ein neues Leben gehen können.
ag
Diskutieren auf Augenhöhe

Seminartag für das zweite Semester
Während der Elternsprechtage Mitte Februar finden auch in diesem Jahr für die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen und des zweiten Semesters berufsorientierende Veranstaltungen statt.
Die Schüler der achten Klassen absolvieren in sehr unterschiedlichen Unternehmen in Hamburg ihr Schnupperpraktikum: Rechtsanwaltskanzleien, Großunternehmen sehr unterschiedlicher Ausrichtungen in den Bereichen Industrie und Dienstleistungen, kleine Handwerksbetriebe, Verwaltung, Architektur, Vertrieb u. v. a. stellen auch in diesem Jahr einen Praktikumsplatz für unsere Achtklässler zur Verfügung. Unsere Schüler können hier ihren ersten Kontakt mit der Wirtschaft und Industrie schließen, ein bisschen Luft außerhalb der Schulstube schnuppern, eine gute Vorbereitung auf das Betriebspraktikum im Jahr 2011. – Die jungen Leute haben in den kommenden Wochen Zeit, ihre Firmen in kleinen Präsentationen innerhalb des PGW-Unterrichts vorzustellen und ihren Mitschülerinnen ihre Erfahrungen mitzuteilen.
Ca. 50 % unserer S-2-Schüler besuchten im Haus Rissen ein Seminar zur sozialen Marktwirtschaft mit Frau Dr. Meyer zu Natrup (siehe unten), die andere Hälfte setzt sich in der Schule mit Anforderungsprofile und Chancen der dualen Ausbildung und des dualen Studiums auseinander.
Die beiden Referenten sind nur wenig älter als die TeilnehmerInnen. Christof Madejewski, Abitur 08 an der SAS, hat sich auf die Präsentation und Diskussion in „seiner“ alten Schule sehr präzise und umfassend vorbereitet. In seiner freundlichen, zugewandten, selbstbewussten Art gewinnt er sehr schnell das Interesse seiner ZuhörerInnen: Er berichtet sehr lebendig und anschaulich über den Alltag eines Azubis in einem der größten weltweit agierenden Hotelkonzerne, bei Accor, über Rechte, Pflichten, Karrierechancen, den Umgang mit Vorgesetzten und Gästen. Und ganz am Rande über das total untergeordnete Thema „Gehalt“…
Stefan Bammel, Abiturjahrgang 2006, Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Salzwedel in Sachsen-Anhalt, informiert über das duale Studium: Studium an der HSBA (Hamburg School of Business Administration) in der Hamburger Innenstadt in Kombination mit der praktischen Ausbildung in einem Unternehmen, hier der Haspa. Das teure Studium (ca. 650,- Euro pro Monat) wird weitgehend vom Unternehmen finanziert; so muss ein Haspa/HSBA-Student nur 50,- Euro persönlich von seinem Gehalt finanzieren, das Studium dauert drei Jahre, am Ende steht der Bachelor. Es macht Spaß, Stefan Bammel, zuzuhören, wenn er begeistert, engagiert, kritisch über seine Arbeit in der Bank und von den Vorzügen, den Anforderungen an der HSBA berichtet.
Die Schüler hören mit Interesse zu, stellen Fragen, diskutieren auf Augenhöhe, sind neugierig; verabschieden die Referenten schließlich mit einem herzlichen Applaus.
Die beiden Referenten verstehen sich offenbar sehr gut miteinander, ergänzen sich, haben Freude an ihren Vorträgen und den Diskussionen mit unseren Schüler. – Am letzten Dienstag im Juni erwarten wir die beiden wieder in unserem Haus, dann kommen die Zuhörer von heute in den Genuss des Seminartages zur Sozialen Marktwirtschaft, während die andere Hälfte das Vergnügen hat, sich über duale Ausbildung und duales Studium bei Stefan Bammel und Christof Madejewski zu informieren. Ein besonderer Dank an Frau Dr. Meyer zu Natrup und Herrn Schulz, die diesen Seminartag mit ermöglicht haben; Dank an unseren Förderverein und die Stiftung von Frau Dr. Leenen, die die Veranstaltung im Haus Rissen subventioniert haben.
Helge F. Sturm
workshop: Kompaktkurse Soziale Marktwirtschaft

Im Haus Rissen untersuchten die Schülerinnen und Schüler, inwiefern die größte Krise seit 1945 eine Krise der Sozialen Marktwirtschaft bedeutet. Die Rissener Dozenten Jasna Makdissi und Johannes Klocke luden dazu Herrn Multerer von der HSH-Nordbank, den Obmann im Parlamentarischen Untersuchungsausschuß Herrn Waldowsky (GAL) und Herrn Moritz vom Mittelstand Deutscher Unternehmer ein.
Fragen, wie die soziale Kluft in Deutschland wächst und welche Bevölkerungsschichten besonders unter der Wirtschaftskrise leiden, bearbeiteten die Schüler intensiv in Arbeitsgruppen.
Von besonderem Interesse aber blieben die Strukturen der Finanzindustrie. Die Schülermoderatoren Ahad M. und Markus H. hatten es angesichts der Überlegungen, ob die gesellschaftliche Verantwortung der Privatwirtschaft die Soziale Marktwirtschaft rettet, mit den so unterschiedlichen Gastbeiträgen wahrlich nicht leicht. Jeder Fernsehtalk verblasste im Vergleich zu den Disputen, denn die brennendsten Fragen wie z.b. die persönliche Haftung von Managern und das internationale Bankensystems waren den Schülerinnen und Schülern durch eine gute Vorbereitung vertraut.
In der Pause bot das Haus Rissen beste kulinarische Stärkung, auch dank der Stiftung "Füreinander" und dank des Freundeskreises der SAS, die uns beide die Finanzierung dieses workshops sicherstellten.
Die Geschäftsführerin von "Füreinander", Frau Dr. Leenen, überzeugte sich selbst von der Qualität des workshops und ihr war es als ehemalige Lehrkraft an der SAS eine besondere Freude, ehemalige Schüler so aktiv bei diesem hochaktuellen Thema erleben zu dürfen.
Nach einem Tag Arbeit begreifen unsere GMK-Kurse die Wirtschafts- und Finanzkrise als ein Dauerthema mit schweren gesellschaftlichen Folgewirkungen. Unsere Schüler sind sich der Folgen für die Sozialstruktur und für die Ressourcen auch im Bildungswesen sehr bewußt.
"Schade, daß die Leute sowenig darüber wissen", meinte Robert, " denn wir müssen die Kosten schultern, ob wir wollen oder nicht".
V.i.d.S. MzN
Oxydierte Gewissheiten – und doch Hoffnung

Das von vielen in langen Jahren aufgebaute Vertrauen können einzelne zwar beschädigen, aber – wenn wir die Reaktionen unserer Schüler richtig deuten – nicht zerstören. Wenn wir daraus lernen und die Schwächeren stark genug machen, kann das oxydierte Vertrauen sogar haltbarer werden. Wie das neue, noch rötlich glänzende Kupferdach von Sankt Katharinen.
ag|kk
Talitá Kum

Nach einem Tag Pause, an dem das Team an der Sophie-Barat-Schule sich aufgehalten hat, feierten die Profilschüler/innen mit Pater Carlos eine hl. Messe auf Spanisch. Mit einem gemeinsamen Frühstück wurden die Gäste von unserer Schule verabschiedet.
Vielen Dank, dass sie hier waren. Der Name „Talitá Kum“ wird die Sankt-Ansgar-Schule noch eine geraume Zeit begleiten. In diesem Jahr lautet nämlich das Fastenmotto: „Steh auf!“
Dr. Steiner 11.2.10
Aminosäuren in Gefrierschränken

Mit diesem Rundgang endete der Besuch in der genetischen Beratungsstelle und in einer abschließenden Reflexion wurde deutlich, dass die Exkursion, trotz der etwas zu kurzen Dauer von etwa zwei Stunden, bei den meisten Schülern auf positive Resonanz stieß, zumal die Verknüpfung mit dem Unterrichtsthema Genetik den Schülern wesentlicher leichter fiel, da diesmal die Praxisnähe gegeben war. Für die Zukunft hoffen die Schüler, sicherlich nicht nur des ersten Profils, auf weitere spannende Exkursionen."
Alan Baier-J.|kk|mg
Stellungnahme des Elternrates zu den Missbrauchsfällen an der SAS in den Jahren
Der Elternrat der Sankt-Ansgar-Schule verurteilt scharf den Missbrauch von Schülern durch einen Jesuitenpater in den Jahren 1979-1982 und fühlt sich verbunden mit den Opfern, die teilweise noch heute, mehr als 27 Jahre später, an den Folgen dieser Schandtaten leiden. Derartige Vorfälle dürfen nicht verschwiegen werden, denn Schweigen nützt nur dem Täter, der sein frevelhaftes Handeln fortsetzen und damit noch größeren Schaden anrichten kann. Diese Taten stehen auf niedrigster moralischer Stufe, weil sie an wehrlosen Kindern begangen werden, die der Obhut des Täters anvertraut wurden. Daher ist es dem Elternrat auch unverständlich, wie der Täter – wie er sagt – mit Gott und der Welt im Reinen sein kann.
Der Elternrat warnt aber auch davor, diese Vorfälle zum Anlass zu nehmen, die jahrzehntelange Arbeit der Jesuiten an der Sankt-Ansgar-Schule pauschal zu verurteilen. Ihnen war es zu verdanken, dass an diesem Gymnasien Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft und zahlreicher Nationalitäten erfolgreich ihr Abitur bestehen konnten. Diese erfolgreiche Arbeit bildete den Grundstock für eine werteorientierte Erziehung, die auch nach der Übernahme durch eine weltliche Leitung äußerst erfolgreich fortgesetzt werden konnte.
Der Elternrat begrüßt den offenen Umgang des Schulleiters, Herrn Stolze, mit den damaligen Vorfällen und ihrer Aufbereitung. Auch der Elternrat steht für Gespräche mit Betroffenen zur Verfügung. Er fordert den Schulträger auf, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, zur möglichst lückenlosen Aufklärung der Straftaten und zur Bestrafung des Täters beizutragen. Vorbeugend ist es wichtig, Kinder durch geeignete Maßnahmen für dieses Thema zu sensibilisieren, damit sie sich vertrauensvoll an ihre Eltern und die Schulleitung wenden können, wenn sie Anzeichen für Fehlverhalten erkennen. Nur so können solche Straftaten verhindert bzw. aufgedeckt und sanktioniert werden.
Für den Elternrat Gez. Dr. H.-J. Bartels, A. Rowold 5.2.10
Der Elternrat warnt aber auch davor, diese Vorfälle zum Anlass zu nehmen, die jahrzehntelange Arbeit der Jesuiten an der Sankt-Ansgar-Schule pauschal zu verurteilen. Ihnen war es zu verdanken, dass an diesem Gymnasien Kinder unterschiedlicher sozialer Herkunft und zahlreicher Nationalitäten erfolgreich ihr Abitur bestehen konnten. Diese erfolgreiche Arbeit bildete den Grundstock für eine werteorientierte Erziehung, die auch nach der Übernahme durch eine weltliche Leitung äußerst erfolgreich fortgesetzt werden konnte.
Der Elternrat begrüßt den offenen Umgang des Schulleiters, Herrn Stolze, mit den damaligen Vorfällen und ihrer Aufbereitung. Auch der Elternrat steht für Gespräche mit Betroffenen zur Verfügung. Er fordert den Schulträger auf, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, zur möglichst lückenlosen Aufklärung der Straftaten und zur Bestrafung des Täters beizutragen. Vorbeugend ist es wichtig, Kinder durch geeignete Maßnahmen für dieses Thema zu sensibilisieren, damit sie sich vertrauensvoll an ihre Eltern und die Schulleitung wenden können, wenn sie Anzeichen für Fehlverhalten erkennen. Nur so können solche Straftaten verhindert bzw. aufgedeckt und sanktioniert werden.
Für den Elternrat Gez. Dr. H.-J. Bartels, A. Rowold 5.2.10
Presse-Information der Deutschen Provinz der Jesuiten
Entschuldigung des Ordens auch an mögliche Opfer von Missbrauch in Hamburg und St. Blasien
Im Kontext der Klärung der Fragen, die sich dem Orden und der Öffentlichkeit wegen der Missbrauchs-Vorwürfe gegen zwei ehemalige Mitglieder des Jesuitenordens am Canisius-Kolleg in Berlin gestellt haben, hat der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, Pater Stefan Dartmann SJ, anlässlich einer Pressekonferenz am 01.02.2010 umfassend über die beiden Tatverdächtigen informiert.
Insbesondere im Fall des ehemaligen Jesuitenpaters Wolfgang S. wurde aus den Unterlagen, vor allem aber aus einem Fragebogen im Zuge des Laisierungsverfahrens deutlich, dass es nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg und St Blasien zu Übergriffen gekommen ist. Pater S. war nach seiner Zeit im Canisius-Kolleg (1975 bis 1979) Lehrer an der St. Ansgar- Schule in Hamburg (1979 bis 1982) und anschließend im Kolleg in St. Blasien in Schwarzwald (1982 bis 1984)
Die Worte des Provinzials der Deutschen Provinz an die Betroffenen in Berlin sind seitens des Ordens in gleicher Weise an diejenigen gerichtet, die auch an anderen Orten zu Opfern geworden sind: „Diese Opfer tragen belastende Erinnerungen mit sich und erheben jetzt ihre Stimme. Ich danke ihnen dafür. Ich bitte sie im Namen des Ordens um Entschuldigung für alle Missbräuche, die sie erlebt haben. Ebenso bitte ich um Entschuldigung für das, was von Verantwortlichen des Ordens damals an notwendigem und genauem Hinschauen und angemessenen Reagieren unterlassen wurde.“.
Deutsche Provinz der Jesuiten Dr. Thomas Busch 2.2.2010
Im Kontext der Klärung der Fragen, die sich dem Orden und der Öffentlichkeit wegen der Missbrauchs-Vorwürfe gegen zwei ehemalige Mitglieder des Jesuitenordens am Canisius-Kolleg in Berlin gestellt haben, hat der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, Pater Stefan Dartmann SJ, anlässlich einer Pressekonferenz am 01.02.2010 umfassend über die beiden Tatverdächtigen informiert.
Insbesondere im Fall des ehemaligen Jesuitenpaters Wolfgang S. wurde aus den Unterlagen, vor allem aber aus einem Fragebogen im Zuge des Laisierungsverfahrens deutlich, dass es nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg und St Blasien zu Übergriffen gekommen ist. Pater S. war nach seiner Zeit im Canisius-Kolleg (1975 bis 1979) Lehrer an der St. Ansgar- Schule in Hamburg (1979 bis 1982) und anschließend im Kolleg in St. Blasien in Schwarzwald (1982 bis 1984)
Die Worte des Provinzials der Deutschen Provinz an die Betroffenen in Berlin sind seitens des Ordens in gleicher Weise an diejenigen gerichtet, die auch an anderen Orten zu Opfern geworden sind: „Diese Opfer tragen belastende Erinnerungen mit sich und erheben jetzt ihre Stimme. Ich danke ihnen dafür. Ich bitte sie im Namen des Ordens um Entschuldigung für alle Missbräuche, die sie erlebt haben. Ebenso bitte ich um Entschuldigung für das, was von Verantwortlichen des Ordens damals an notwendigem und genauem Hinschauen und angemessenen Reagieren unterlassen wurde.“.
Deutsche Provinz der Jesuiten Dr. Thomas Busch 2.2.2010
Diplomatie und Glaubwürdigkeit

Das reale Machtgerangel und die mühsame Suche nach einem Kompromiss war harte Arbeit für die Schüler. Heute wird auf der Afghanistan Konferenz in London miteinander debattiert: gestern mußte unser GMK-Kurs darüber beraten, was genau der Wiederaufbau umfassen soll, wie und wann mehr Polizeihelfer von welchem Land geschickt werden, wie die zivilen Ausbilder mehr Vertrauen aufbauen können - eine Kette von Fragen, die letztendlich an der jeweiligen Interessenlage vor allem der Sicherheitsratsmitglieder China und USA immer wieder zu sprengen drohte. Mit Laptops zum Abändern der Resolution wurde in den Länder-Lobbyinggruppen hart miteinander um machbare Lösungen gekämpft. Die Lage schien zeitweilig so verworren zu sein wie im echten Kriegsgebiet Afghanistan. Die geopolitischen Gefahren, die sich aus einem sich selbst überlassenen Afghanistan ergeben, haben unsere Schüler schnell herausgearbeitet. Aber den poltischen Handlungsrahmen fand auch dieser simulierte Sicherheitsrat wegen der unterschiedlichen Interessen der Länder einfach nicht.
Abends war uns allen klar: die Konfliktlösung verlangt ein überaus hartes Verhandeln zwischen den UN-Mitgliedern. Daheim hat jeder von uns angesichts der Fernsehnachrichten neue Einsichten im Gepäck gehabt: Lösungen in so heiklen Konfliktgebieten sind nur mit Diplomatie und Glaubwürdigkeit zu erzielen, niemals mit militärischer Gewalt.
V.i.d.S. MzN
Einmal über den Tellerrand schauen... Der erste Profiltag des 1. Sem.

Alan Baier-J. 1. Sem. | kk
Hamburg – gesellschaftlicher Wandel und Gesellschaftspolitik

Es gelingt der Referentin in ihrer sehr klaren, präzisen Sprache, den über hundert SAS-SchülerInnen und sechs LehrerInnen die Problematik des Begriffs „Migrationshintergrund“ in seiner Komplexität zu erläutern, nahe zu bringen. Jeder vierte Hamburger hat einen Migrationshintergrund, bundesweit sind es 19 %. Fast jedes zweite Kind, das eingeschult wird, hat in HH einen solchen Hintergrund – große Chancen und Herausforderungen für unseren Stadtstaat. Hamburg lebt traditionell davon, dass Ausländer in unserer Stadt und mit Unternehmen unserer Stadt sehr gute Geschäfte machen. Dadurch ist Hamburg reich geworden. mehr
Haushaltspolitik im Lichte der Finanzkrise

Wie kann Hamburg den Haushalt konsolidieren, wie belastet die Krise der HSH-Nordbank den Hamburger Haushalt und wie verbessert man die Bachelor-Studiengänge angesichts der massiven Kritik der Studenten?
Peter Tschentscher, SPD-Haushaltsexperte in der Bürgerschaft, erläuterte die dramatische Haushaltslage unserer Stadt und das Geschäftsgebaren der HSH-Nordbank zulasten der Investitionen für die Bildung. Unsere SchülerInnen wollten genau wissen, wieviel das Geschäftsversagen der Bank der Hansestadt kosten wird.
Bevor wir uns in den Sitzungssaal auf die Zuschauerbank begaben, erklärte uns der SPD-Haushaltsexperte Peter Tschentscher sehr ausführlich, wie die Bürgerschaft arbeitet, wie sich die Fraktionen auf die Themen der Sitzungswoche vorbereiten.
Die SchülerInnen wollten vor allem seinen politischen Werdegang nach dem Medizinstudium erfahren und fragten nach seinen persönlichen Beweggründen, neben seiner Arbeit als Arzt in der Bezirksversammlung jahrelang politisch zu arbeiten.
Seine Laufbahn in der Bezirksversammlung fand besonderes Interesse. Politisches Engagement plus Beruf: das hat offensichtlich unsere SchülerInnen sehr beeindruckt.
Warum eine solide Haushaltspolitik der Motor jeder bildungspolitischen Investition in die Zukunft unserer Schüler ist, wurde spätestens bei der hitzigen Debatte im Plenum klar. Regierung und Opposition streiten im Parlament für eine bessere Lösung: unsere GMK-SchülerInnen erlebten das stundenlange Ringen um komplizierte Lösungen. Im Foyer des Rathauses resümierte ein Schüler sichtbar ermüdet von so vielen Reden: "Politik ist wohl Konfliktaustragung mit Regeln". Der Lichterglanz des Weihnachtsmarktes aber konnte uns schließlich dann doch wieder auf Weihnachten und auf 2 Ferienwochen einstimmen.
V.i.d.S. Dr. Maria Meyer zu Natrup
Mit Spannung erwartet

Ha, 14.12.09
Hola a todos y a todas:
Solo deciros que hemos estado felices en Hamburgo. Para nosotros ha sido una experiencia inolvidable conocer a chavales de nuestra edad y por fin darnos cuenta de que el alemán no está solo en los libros.
Desde el primer día que llegamos -con miedo, un poco reservados y muchas preguntas- hasta ahora han cambiado algunas cosas; ya no se nos hace tan extraño que nos hablen en alemán y además entendemos bastantes cosas. Nos hemos sentido acogidos por las familias alemanas y como el año pasado, nos ha llevado a patinar, al centro, al cine, al zoo… En clase, para ser sinceros no hemos entendido mucho, o más bien casi nada, pero no importa, porque nos hemos atrevido (algunos) a dar una clase de español.
Mañana nos vamos y nos llevamos buen sabor de boca, porque todos los alumnos y alumnas alemanes nos han preparado una fiesta de despedida.
¡gracias a todos de corazón!
¡os esperamos en Pamplona!
maria rodriguez wilhelmi
Es werde Licht - Gebete von Schülern für Schüler im Advent
Von heute an erscheint an jedem Schultag im Advent ein von Schülern geschriebenes Gebet, welches auch in den Gebetsfolder jeder Klasse eingelegt wurde und somit allen als schulisches Morgengebet dient. Somit sind wir auf dem Weg zum Licht alle miteinander verbunden.
Alle eingereichten Gebete, auch die zunächst nicht ausgewählten, werden im Januar veröffentlicht.
Weitere Gebete bitte an folgende Adresse mailen: j.brinkmann@sas.hh.lo-net2.de
Jürgen Brinkmann
Beauftragter für die Seelsorge an der Sankt-Ansgar-Schule
Alle eingereichten Gebete, auch die zunächst nicht ausgewählten, werden im Januar veröffentlicht.
Weitere Gebete bitte an folgende Adresse mailen: j.brinkmann@sas.hh.lo-net2.de
Jürgen Brinkmann
Beauftragter für die Seelsorge an der Sankt-Ansgar-Schule

Adventliches Frühstück in der Akademie

Wegen des Doppeljahrgangs feierten die Abiturientia von SBS und SAS in diesem Jahr ausnahmsweise getrennt; für alle Abiturienten der beiden Schulen wäre im Kleinen Michel nicht genügend Platz gewesen.
Die Gottesdienste der Klassen 5-7 und 8-11 fanden in Farmsen (Heilig-Geist) bzw. in Barmbek (St. Sophien) statt.
bri | kk
Vorgelesen – nacherlebt

Eine Frage bleibt: Wie kann es sein, dass trotz so begabter und begeisterter jugendlicher Leser unser „Land … das Lesen [verlernt]“, wie eine nationale Wochenzeitung unlängst titelte? Irgendwann scheint der Konsumvirus die Leserbiographien zu befallen, Vorstellungs- wie Gestaltungskraft anzufressen und die Fähigkeit zur Einfühlung in andere Menschen und Welten bloßem Statusdenken zu opfern. Um sich die Folgen auszumalen, bräuchte man die Fantasie eines Lesers.
ag
„Immer wieder gelesen“
Ich habe das Buch ‚Die Rückkehr nach Atlantis‘ von Marliese Arold genommen, weil es viele spannende Stellen gibt und ich Fantasy-Bücher mag. Ich habe an den Inhalt des Buches zurückgedacht und habe so eine Lesestelle mit wörtlicher Rede ausgesucht, welche mir spannend erschien. Dann habe ich diese Stelle immer wieder gelesen und dabei auf das Lesetempo, die wörtliche Rede, die Betonung und auf die Zuhöreransprache geachtet. Und ich hoffe, dass ich die Zuhörer für dieses Buch habe interessieren können.
Patricia L., 6 a, Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs 2009 an der Sankt-Ansgar-Schule






