Unbekanntes Borgfelde: Torsperre, Galgen und Gesundbrunnen

Neues Stadtteilbuch der Sankt-Ansgar-Schule

Rechtzeitig zu Weihnachten ist das dritte Stadtteilbuch der Sankt-Ansgar-Schule mit dem Titel „Unbekanntes Borgfelde“ erschienen. Es beschäftigt sich mit den historischen Orten zwischen Berliner Tor und Landwehr und stellt ihre Geschichte und Gegenwart in Wort und Bild vor. Das Thema wurde im Rahmen eines Geschichtsprojektes mit der Klasse 10c erarbeitet.

Borgfelde und Hohenfelde sind zwei Hamburger Stadtteile, die erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sind und nicht auf alte Dorfsiedlungen zurückgehen. Bis vor 200 Jahren gab es lediglich die Flurbezeichnungen Borgfeld und Hohes Feld. Diese Flächen lagen zwischen der ehemaligen Stadtbefestigung von St. Georg mit Berliner und Lübecker Tor und der äußeren Verteidigungslinie, der Landwehr. Dieser Sicherheitsbereich wurde großteils als Weideland genutzt (Bürgerweide) und durfte nur in sehr geringem Maße bebaut werden.

In diesem Buch geht es um den Borgfelder Teil in seiner alten Ausdehnung bis zur Lübecker Straße. Sie erfahren vieles über die früheren Befestigungsanlagen mit ihren Toren und Zollkontrollen, den Lübschen Baum, die Bürgerweide, mehrere Mühlen und die Entstehung der verschiedenen Verkehrsmittel. Rund 180 Jahre lang gab es sogar eine Hinrichtungsstätte mit einem „Köpfelberg“! Recht abenteuerlich ist auch die Geschichte vom Gesundbrunnen an der Borgfelder Straße. Obwohl das alte Borgfelde durch die Bombenangriffe 1943 weitestgehend untergegangen ist, gibt es immer noch eine ganze Reihe historische Orte oder Spuren davon zu entdecken. 

Dieses Buch ist das Ergebnis eines Geschichtsprojektes in der Klasse 10c. Aufgabe der Schüler war es, anhand von alten Karten und Plänen historische Orte zu lokalisieren, ihre Geschichte zu klären, heutige Reste zu finden und als Foto zu dokumentieren. Die Schüler machten die Erfahrung, dass das Internet dazu kaum etwas bietet! Die historischen Informationen mussten vorwiegend aus sehr alten Büchern und Dokumenten zusammengetragen werden. Frakturschrift, altertümliche Formulierungen und die Verknüpfung zahlreicher Einzelinformationen waren die Herausforderungen dieses Projekts.

Der farbige Bildband mit 92 Seiten und rund 90 Abbildungen ist zum Preis von 10 Euro erhältlich. Das Buch kann im Schulsekretariat (Bürgerweide 33, Tel. 251 73 410) oder in den umliegenden Haspa-Filialen erworben werden. Ein Versand ist möglich, dauert aber etwas. Bitte überweisen Sie dann 12 Euro auf das Konto „Foerderverein SAS“ IBAN: DE25 2005 0550 1280 6436 34, BIC: HASPDEHHXXX und geben Sie im Betreff „Buch“ und Ihre Adresse an. Für weitere Fragen schreiben Sie gerne eine E-Mail an lutz@gymsas.de.

  • 04.12.22 Richard Lutz